4. November – Nationaler Grippe-Impftag Der Piks, der schützt!

Sie kommt so sicher wie der Winter – die Grippe. Nicht immer verläuft sie glimpflich. Eine Impfung schützt am besten vor schlimmen Folgen.
Hatschi: Die Grippe verursacht in der Schweiz jährlich bis zu 5000 Spitalaufenthalte.
© Prisma Hatschi: Die Grippe verursacht in der Schweiz jährlich bis zu 5000 Spitalaufenthalte.

Kaum sind die letzten Tage des Altweibersommers vorbei, mehren sich die Krankmeldungen. «Ich glaube, ich hab die Grippe», heisst es dann. Oder ist es doch nur eine Erkältung?

Sowohl die echte Grippe (Influenza) als auch die Erkältung (grippaler Infekt) gehen auf Viren-Infektionen zurück. Ein kräftiger Nieser hat in beiden Fällen Folgen. Millionen von Viren verlassen den Körper. Die meisten Keime können von der Hand abgefangen werden. Wer sich die Hände nicht waschen kann, hinterlässt eine unsichtbare Spur auf Computertastatur, Türklinken, Haltegriffen, Lenkrad, Händen oder auf Geldscheinen.

Trotz allgegenwärtigen Infektionsquellen erkälten sich Erwachsene im Durchschnitt nur etwa zwei- bis dreimal pro Winter. Das sind zumeist sogenannte grippale Infekte, für die viele unterschiedliche Erkältungsviren (vor allem Rhinoviren, aber auch Bakterien) verantwortlich sind und gegen die es keine Impfung gibt.

Die Grippe verursacht jährlich bis zu 1500 Todesfälle und 5000 Spitalaufenthalte in der Schweiz. Glücklicherweise stehen wirksame Impfungen zur Verfügung. «Bei älteren Menschen wirkt die Impfung zu rund 60 Prozent, bei jüngeren bis zu 80 Prozent», sagt Professor Ulrich Heininger, leitender Arzt für Infektiologie und Vakzinologie (Impfkunde) am Universitäts-Kinderspital beider Basel. «Die Zahl der Geimpften in der Schweiz müsste doppelt so hoch sein, wenn alle Risikopersonen sich impfen liessen», erklärt er.

Weil sich die Erreger von Jahr zu Jahr unterscheiden, müssen jährlich neue Impfstoffe hergestellt werden. Unter dem Eindruck der schweren Pandemie im Jahr 2009 arbeiten Forscher weltweit an einem universellen Influenza-Impfstoff. Er soll die Herstellung neuer Impfstoffe schon in naher Zukunft überflüssig machen. «Das würde die Sache ziemlich vereinfachen», sagt Prof. Ulrich Heininger. «Aber bis wir eine zugelassene Impfung haben, dauert es noch viele Jahre.»

Auch wenn eine Grippe früh diagnostiziert wird, können Medikamente ihren Verlauf nur mildern. Die leichteren Beschwerden einer Erkältung lassen sich hingegen auch mit klassischen Hausmitteln eindämmen. Dazu gehören Wadenwickel mit kaltem Essigwasser gegen Fieber, Nasenspülungen mit Salzwasser oder Inhalationen mit Kamillenaufguss.

Bei beiden Krankheiten benötigt der Körper viel Flüssigkeit. Zur Flüssigkeitsversorgung eignen sich Säfte, Suppen sowie Tees aus Früchten oder Kräutern.

CHECK:
Das sollten Sie wissen!

Lassen Sie sich Impfen, wenn:

  • Sie über 65 Jahre alt sind.
  • Sie schwanger sind (ab der 13. Woche).
  • Sie an chronischen Erkrankungen leiden.
  • Sie in den letzten vier Wochen entbunden haben.
  • Sie in einem Pflegeheim oder einer Einrichtung für chronisch Kranke wohnen.
  • Sie in Kinderkrippen, Tagesstätten, Alters- und Pflegeheimen arbeiten.
  • Sie beruflichen Kontakt zu Geflügel, Wildvögeln oder Schweinen haben.

Auf der Internetsite www.impfengegengrippe.ch können Sie anhand eines Tests prüfen lassen, ob eine Grippeimpfung für Sie empfehlenswert ist.

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