Ernährungsberatung Gesunde & günstige Gerichte

«Wir sind eine vierköpfige Familie und würden uns gerne ausgewogener ernähren. Nur finde ich, dass das ziemlich ins Geld geht. Gerade Bio-Fleisch oder frische Crevetten sind uns einfach zu teuer. Welche Alternativen gibt es?»
Salat mit Tofu und Rucola
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Guten Appetit! Ein Salat mit tofu und Rucola macht satt und schont das Portemonnaie. 

Günstige und gesunde Ernährung fängt bereits bei der Planung an. Es lohnt sich, die Menüs einer Woche zum Vornherein festzulegen. Wenn es am Montag Kartoffeln als Beilage gibt, kann man für die Folgetage aus den Resten Püree oder Kartoffelsuppe zaubern. Das bringt den Vorteil, dass man beim Wocheneinkauf Grosspackungen – Kartoffeln, Linsen, Teigwaren – erwerben kann, die deutlich günstiger als Single-Packungen sind.

Es muss nicht immer ein Bio-Rindsplätzli oder geschälte Crevetten von der Offentheke sein. Denn deren Kilopreis beläuft sich in der Regel auf über 50 Franken. Wer Proteine will, kann auch auf günstige Alternativen zurückgreifen; vor allem Tofu, Hülsenfrüchte, Eier und Milchprodukte bieten sich an. Tofu etwa ist als Fleischersatz reich an hochwertigem Eiweiss und Vitaminen, dazu kalorien- und fettarm – und sättigt schnell. Hülsenfrüchte wie Erbsen oder Linsen galten lange als Arme-Leute-Speisen. Doch nun erkennen auch zeitgemässe Köche ihre Vorzüge: Sie versorgen den Körper ebenfalls mit Eiweiss sowie Nahrungsfasern und sind gut lagerfähig. Zudem enthalten sie mit rund 24 Prozent ihres Energiegehaltes sogar mehr Protein als Fleisch! Dazu sollten wir wenn immer möglich saisonal einkaufen. Denn der lange Transportweg von Erdbeeren, Tomaten und Gurken aus südlichen Gefilden zu uns wirkt sich auch auf den Preis aus. Ein Tipp: Wer im Winter trotzdem nicht auf Gemüse verzichten will, kann sie einmachen. So verfügen etwa Tomaten auch in dieser Form über den wertvollen Nährstoff Lycopin, der tendenziell Risiken von Krankheiten wie Herzinfarkt oder Prostatatkrebs senkt. Überdies sind Lebensmittelabfälle wenn immer möglich zu vermeiden; Esswaren immer so aufbewahren, dass sie nicht verderben. Klar ist: Wer nur einkauft, was er später auch wirklich isst, spart bares Geld. Pro Jahr werfen die Schweizerinnen und Schweizer zwei Millionen Tonnen einwandfreier Lebensmittel weg.

Mehr Infos zum Thema: www.figurella.ch

Sonja Thommen ist Ernährungsberaterin und Inhaberin Figurella-Studios in den Kantonen Aargau und Basel.

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