Gynäkologe Peter Fehr «Körperlich schmerzhaft»

Peter Fehr ist Facharzt FMH Gynäkologie und spezialisiert auf Reproduktionsmedizin.
«Körperlich schmerzhaft»
«Körperlich schmerzhaft»

Herr Fehr, ist künstliche Befruchtung immer noch ein Tabu?
Ja, viele Menschen haben das Gefühl, zu versagen, wenn es mit dem Kinderkriegen nicht klappt. Bei den Männern wird es mit Impotenz gleichgesetzt.

Warum fällt es vielen Paaren schwer, mit ihrem Kinderwunsch zu Ihnen zu kommen?
Erst mal muss sich das Paar einig sein, dann ist da auch noch die finanzielle Barriere. Die Behandlungen sind körperlich schmerzhaft. Deshalb sollten Betroffene genau wissen, worauf sie sich einlassen.

Was ist mit der psychischen Belastung?
Die ist enorm. Vor allem wenn es nicht klappt. Deshalb ist die Zusammenarbeit mit einem Psychiater gesetzlich vorgeschrieben.

Wann raten Sie von einer künstlichen ­Befruchtung ab?
Technisch gesehen ist die Erfolgschance bei einer Frau über 42 Jahren sehr klein. Daher gibt es viele, die sich im Ausland behandeln lassen. Dort gibt es einen regelrechten Eizellenspender-Boom.

Auch interessant