Check-up Schall sorgt für gesunde Beine

Unterschenkelgeschwüre verursachen grosses Leid. Und: Sie sind gewöhnlich sehr schwierig zu behandeln. Bei Offenen Beinen zeigt jetzt die Behandlung mit Stosswellen erstaunliche Resultate.
Check-up Schall sorgt für gesunde Beine
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Zeigt her eure Füsse! Gesunde Beine sind nicht selbstverständlich. Wichtig: bei Beschwerden frühzeitig zum Arzt!

Das offene Bein ist eine schwerwiegende Erkrankung. «Mindestens 120 000 Personen in der Schweiz sind von einem Ulcus Cruris, also einem Unterschenkelgeschwür, betroffen. Dazu kommen weitere 38 000 mit einem diabetischen Fuss», sagt PD Dr. Christian Busch, Facharzt für Dermatologie und Venerologie FMH, vom Dermateam Winterthur.

Die häufigsten Ursachen des Ulcus Cruris sind ein ungenügend behandeltes Krampfaderleiden, Beinvenenthrombosen, arterielle Verschlusskrankheit, schlecht eingestellter Diabetes, Infektionen sowie Tumore. «Die Betroffenen haben durch chronische Schmerzen, Behinderungen im Alltag, permanente Verbandswechsel, häufige Arztbesuche und Hospitalisationen einen immensen Verlust an Lebensqualität.»

Die Behandlung besteht aus Kompression, Wundreinigung, Infektionsprophylaxe und der Heilungsphase angepasste Wundauflagen. «Da ein erheblicher Teil der chronischen Wunden unter dieser Standardbehandlung nicht vollständig abheilt oder rasch wiederkehrt, werden moderne Zusatzbehandlungen notwendig», sagt Dr. Busch. «Dazu zählen zelluläre Hautrekonstruktionen, Zellsuspensionen und neuerdings die Stosswellentherapie.»

Eine klinische Studie von Dr. Busch in Kooperation mit der Universitätshautklinik Tübingen konnte erstmals die Wirkung der extrakorporalen Stosswellentherapie auf die Heilung des Ulcus Cruris nachweisen und dank Zellkulturversuchen den Wirkmechanismus entschlüsseln. Die nicht schmerzhafte, wenige Minuten dauernde Behandlung der Wunden mit Stosswellen zusätzlich zur Standardtherapie führt zu einem rasanten Anstieg des Wachstums von Bindegewebszellen, welche die Wunde aus der Tiefe verschliessen. Gleichzeitig beginnen Hautzellen in die Wunde einzuwandern, während neue winzige Blutgefässe gebildet werden. Ergebnis: eine Abnahme der Wundgrösse bei über 90 Prozent der behandelten Wunden, von denen ein Grossteil vollständig verheilt.

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