Schwarzer Hautkrebs Risiko für Hautkrebs reduzieren!

Nicht mehr der individuelle Hauttyp spielt bei der Prävention des schwarzen Hautkrebses eine entscheidende Rolle, sondern Faktoren wie Intensität der UV-Strahlung, Dauer und Aktivität an der Sonne sowie die Empfindlichkeit der Haut. Ein UV-Index hilft, sich optimal zu schützen.
Risiko für Hautkrebs reduzieren
© Nigel Simmonds

Rund 2200 Menschen in der Schweiz bekommen jedes Jahr ein Melanom. Für 300 Betroffene endet der schwarze Hautkrebs tödlich. Vorbeugung, also optimaler Schutz vor Sonneneinstrahlung, und Früherkennung des Tumors sind wie bei kaum einer anderen Krebsart von so entscheidender Bedeutung und darüber hinaus sehr effizient, wenn sie konsequent durchgeführt werden. Bisher spielte der individuelle Hauttyp bei den Empfehlungen zur Krebsprävention eine massgebliche Rolle. Die Bevölkerung wurde angehalten, sich entsprechend ihrer Sonnenempfindlichkeit zu schützen. Eine Untersuchung bei 5000 Personen, welche die Krebsliga Schweiz in Auftrag gegeben hat, zeigt jedoch, dass dieses Konzept nicht funktioniert. Das ernüchternde Resultat der Untersuchung: Mehr als ein Drittel der Personen schätzt ihren Hauttyp falsch ein. Besonders Menschen mit einer eher hellen Haut gehen fälschlicherweise davon aus, sie hätten einen dunkleren Hauttypus und damit eine weniger sonnenempfindliche Haut und könnten sich deshalb länger ungeschützt der Sonne aussetzen. Damit ist die Gefahr gross, dass sie sich in falscher Sicherheit wiegen und sich vor der Sonne zu wenig schützen.

Jetzt hat die Krebsliga Schweiz die Empfehlungen zur Vorbeugung von Hautkrebs den aktuellen Erkenntnissen angepasst und rät, die Einteilung nach Hauttypus zu vergessen. Stattdessen möchte sie auf die verschiedenen Faktoren für einen optimalen Sonnenschutz hinweisen. Zu diesen Faktoren gehören die Intensität der UV-Strahlung, die Dauer und die Art der Aktivität an der Sonne sowie die Sonnenempfindlichkeit der Haut. Je nach Saison oder Aktivität ist unterschiedlicher Sonnenschutz angesagt. Generell gilt: die Mittagszeit im Schatten verbringen, Kleider tragen und auf die ungeschützte Haut Sonnencreme auftragen. Bei Veränderungen der Haut sollte man zum Arzt. Menschen mit einem erhöhten Melanom-Risiko sollen sich besonders gut vor der Sonne schützen und ihre Haut regelmässig auf Veränderungen absuchen oder vom Arzt untersuchen lassen. Ein erhöhtes Hautkrebsrisiko haben Personen mit mehr als 100 Pigmentmalen oder mit solchen Malen, die in Form und Farbe unregelmässig sind, Menschen mit einer früheren Hautkrebserkrankung sowie Patienten mit einer Immunsuppression.

Meteo Schweiz erstellt täglich Prognosen für den UV-Index
www.uv-index.ch, www.meteoschweiz.ch

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