Check-up: Sport und Ausdauer So trainieren Läufer richtig!

Wie steigert man die Ausdauer beim Laufen? Ein Laktatstufentest zeigt das optimale Training. Meist heisst es: Runter mit dem Tempo!
Beim Test: Heidi Lischer und Dr. Walter O. Frey.
© Dick Vredenbregt Beim Test: Heidi Lischer und Dr. Walter O. Frey.

Bei Dr. Walter O. Frey in Zürich gehen Spitzensportler ein und aus. Auch die drei Teilnehmer des Ochsner Sport Running Teams 2010 haben einen Termin in seiner Move-med-Praxis in Zürich. Sie bereiten sich diesen Sommer auf einen 10-Kilometer-Lauf in Berlin vor. Um die Ausdauerfähigkeit zu steigern und effizient zu trainieren, hilft der Laktatstufentest. «Wenn wir laufen, spüren wir die Intensität der Belastung nicht. Salopp gesagt: Uns fehlt der Tourenzähler im Armaturenbrett», erklärt Frey. Der folgende Test hilft Sportlern, dieses Gefühl zu entwickeln.

Zu Beginn wird Heidi Lischer, 47, über ihren Gesundheitszustand und die Trainingsgewohnheiten befragt. Dann wird die Hobby-Läuferin mit sechs Elektroden verkabelt und steigt aufs Laufband. Dort erhöht der Arzt stetig das Tempo. Alle drei Minuten entnimmt er Heidi am Finger ein wenig Blut und misst den Laktatgehalt. «Das Laktat ist ein Stoffwechselprodukt. Es entsteht, wenn der Körper mehr Energie braucht, als er durch die Atmung gewinnen kann.» Um die Grundkonstitution seines Körpers zu verbessern, sollte man im Bereich trainieren, bevor das Laktat ansteigt.

Heidi Lischer schwitzt inzwischen heftig, der Test treibt sie bis an ihre Leistungsgrenze. Nach einer Dusche folgt die Auswertung. Die vierfache Mutter ist topfit und trainiert mehrmals wöchentlich für Bergläufe. Doch auch bei ihr steigt die Laktatkurve relativ früh an. «Sie läuft tendenziell mit zu hohem Puls», so der Experte. «Ich empfehle Heidi einen Trainingspuls von 130 bis 135.» Mit dem Tempo runter, lautet also die Empfehlung. Heidi ist nicht überrascht: «Oft will man einfach nur so schnell wie möglich den Berg rauf. Ich bin froh, dass ich endlich weiss, was das Laktat genau ist. Gerade in Läuferkreisen reden alle davon.»

Der Test kostet rund 250 Franken. Frey empfiehlt ihn allen, die drei- bis viermal wöchentlich Ausdauersport treiben.

Mehr unter www.movemed.ch

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