Check-up Tox Info berät bei Vergiftungen!

Unser Alltag kann ganz schön riskant sein. Vor allem Kinder mit ihrem Entdeckungsdrang sind gefährdet. Tox Info Suisse hilft rund um die Uhr mit Rat.
Fliegenpilz Vergiftung, Tox Info Suisse
© Getty Images

Fliegenpilz: Der hübsche Pilz ist eine heimtückische Versuchung für neugierige Kinder.

Hilfe, mein Kind hat Zigarettenstummel, die auf der Wiese lagen, gegessen! Was muss ich tun?» – Oder: «Wie gefährlich sind bittere Aprikosenkerne? Mein Sohn hat gerade einen verschluckt.» – «Beim Waldspaziergang hat meine vierjährige Jasmin einen Fliegenpilz entdeckt, und sie hat, bevor ich sie davon abhalten konnte, ein winziges Stück davon abgebissen. Muss ich mit ihr zum Arzt?» – «Unsere dreijährige Susanne hat gerade eine Knopfbatterie verschluckt. Was können wir tun?»

Solche und noch viele andere Fragen rund um Gifte und Vergiftungen beantwortet Tox Info Suisse seit 50 Jahren, Tag für Tag. Pro Jahr verzeichnet die gemeinnützige Stiftung über 38 000 Anrufe zu Fragen rund um Gifte. Am stärksten betroffen sind Kinder bis fünf Jahre. In vielen Fällen können die Ärzte und Ärztinnen die Eltern beruhigen und mit nützlichen Tipps helfen. Rechtzeitig zum 50-jährigen Bestehen gibt Tox Info Suisse eine Notfall-App heraus. Die kostenlose dreisprachige App gibt Hinweise zur Ersten Hilfe bei Vergiftungen und zur Prävention von Vergiftungen.

Übrigens: Schluckt ein Kind bis zu sechs Zigarettenstummel, ruft das keine schwere Vergiftung hervor. Bei Einnahme grösserer Mengen empfiehlt Tox Info Flüssigkohle, die das Nikotin im Magen bindet, und die Konsultation bei einem Arzt. Bittere Aprikosenkerne spalten während des Verdauungsprozesses hochgiftige Blausäure ab. Bei einem Kind können schon fünf bittere Kerne eine schwere Vergiftung verursachen. Sofort zum Arzt! Ein winziges Stück Fliegenpilz kann eventuell zu Durchfall oder Erbrechen führen, muss aber nicht. Bei grösseren Mengen sofort zum Arzt! Zeigt ein Kind Symptome nach dem Verschlucken einer Knopfbatterie, unverzüglich zum Arzt für eine Röntgenkontrolle. Denn steckt die Batterie in der Speiseröhre, muss sie notfallmässig chirurgisch entfernt werden. Infos: www.toxinfo.ch

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