Palliativ-Pflege Was bei Diagnose "unheilbar" hilft

Kranke Menschen, bei denen keine Hof fnung auf Heilung besteht, fühlen sich oft im Stich gelassen. Die Stiftung Onko Plus hilft ihnen.
Kranke Menschen, bei denen es keine Hoffnung auf Heilung mehr gibt, fühlen sich oft alleine.
© RDB/Sobli/Clara Tuma Kranke Menschen, bei denen es keine Hoffnung auf Heilung mehr gibt, fühlen sich oft alleine.

Wie viel Zeit habe ich noch? Wie weit ist die Krankheit fortgeschritten? Welche Behandlungsmöglichkeiten stehen mir zur Verfügung? Kann ich zu Hause bleiben, oder muss ich im Spital sterben? Alles Fragen, die sich bei der Diagnose «unheilbar krank» stellen. «Wenn keine Hoffnung mehr auf Heilung besteht, wird der Mensch mit der Endlichkeit des Lebens konfrontiert», sagt Catherine Bass, Geschäftsführerin von Onko Plus. «Der Tod wird in unserer Gesellschaft oft tabuisiert und gerne verdrängt.»

Gerade deshalb ist es wichtig, sich frühzeitig über Pflege- und Betreuungsmöglichkeiten zu informieren. Nur auf diesem Weg können Betroffene so weit wie möglich selbst bestimmen, wie und wo sie ihre letzte Lebensphase verbringen wollen.

Dieses Ziel verfolgt auch Onko Plus. Die gemeinnützige Stiftung für spezialisierte Onkologie- und Palliativ-Pflege betreut schwerkranke Menschen zu Hause, zusammen mit dem Hausarzt und der Spitex. «Bei uns arbeiten ausschliesslich speziell dafür ausgebildete Fachpersonen», erklärt Catherine Bass. Onko Plus ist während 365 Tagen im Jahr und während 24 Stunden erreichbar. Die Pflegefachpersonen besuchen die Patienten auch nachts, um belastende Symptome zu behandeln – sie können so auch zum Teil unnötige Spitaleinweisungen verhindern. Sie verabreichen zu Hause beim Patienten Infusionen, machen Bluttransfusionen oder stellen Schmerztherapien ein.

Zusätzlich bietet die Stiftung seit drei Jahren eine Sprechstunde in verschiedenen Spitälern im Kanton Zürich an. Ziel: Betroffene und ihre Angehörigen sollen zusammen eine Lösung finden, wie sie die verbleidende Zeit am besten organisieren. Die kostenlose Sprechstunde steht auch allen Hausund Fachärzten, Spitex-Organisationen und Krebsligen offen.

Die anstrengende Arbeit des Pflegefachpersonals ist traurig – und doch gibt es auch viele schöne Momente. Zum Beispiel, wenn Onko Plus Menschen helfen kann, die unter Schmerzen leiden oder einfach nur Angst haben. «Wenn es dem Patienten besser geht, wissen wir, dass wir unsere Aufgabe erfüllen.»

Mehr Infos unter www.onko-plus.ch

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