Auto: Toyota Auris Hybrid Hybride Normalität

Mit der Hybridversion des Auris lanciert Toyota erstmals ein Auto mit Benzin-Elektro-Antrieb, das sich optisch ganz unauffällig zwischen «normale» Kompaktwagen einreiht.
Perfekt getarnt: Die Hybridvariante sieht bis auf Details aus wie jeder andere Toyota Auris.
Perfekt getarnt: Die Hybridvariante sieht bis auf Details aus wie jeder andere Toyota Auris.

Zeigen, was man hat – das Motto galt bislang bei Hybridautos. Als Exoten in dieser «Öko-Nische» gaben sie sich zumindest diesseits der Luxusliga gerne augenfällig anders: Die Kunden wollten ihre Pionierrolle zeigen. Doch nun kommen immer mehr Hybridautos auf den Markt – und die Kunden wünschen sich die Technik, ohne mit ihr im Mittelpunkt stehen zu wollen. «Deshalb bringen wir diese Technologie im wichtigsten Marktsegment», erläutert Auris-Projektleiter Yasunori Suezawa. Als Hybrid sieht der Auris so unauffällig aus wie seine konventionellen Brüder.

Er fährt auch so unauffällig – im positiven Sinne. Seit der Modellpflege im März trifft das Fahrwerk des Auris die Balance aus guter Dynamik und feinem Komfort prima. Ebenso überzeugend das hochwertige Cockpit und das grosse Raumangebot – auch wenn der Laderaum durch die Batterie unwesentlich geschrumpft ist. Unter der Haube steckt wie im Toyota Prius ein 1,8-Liter-Benziner, der von einem Elektromotor unterstützt wird. Dessen Batterie wird beim Rollen sowie Bremsen aufgeladen. Dieser «Umweg» über Strom spart Sprit: Der Verbrauch soll 3,8 l/100 km betragen. Im Alltag wird er höher sein, da Hybrid-Autos vor allem in der Stadt sparen – über Land sind Diesel oft die bessere Wahl. Was der Diesel nicht kann, ist, als «Vollhybrid» zwei Kilometer weit mit bis zu Tempo 50 elektrisch und emissionsfrei dahinzusummen; zartes Streicheln des Gaspedals vorausgesetzt. Als Spielerei verbuchen wir die drei Betriebsmodi (elektrisch, sparsam, Power): In der Regel reicht der Normalmodus, in dem flotter Antritt und Durchzugskraft überzeugen. Der einzige Nachteil: Wer volle Leistung abruft, kassiert vom stufenlosen Automatikgetriebe dessen bauarttypischen Heulton. Schade, zumal der Auris sonst stets leise bleibt.

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