Publireportage | Swisscanto «Ja nicht banal werden»

Stephan Sigg schreibt Abenteuer­bücher über fairen Handel. Für Kinder. Dafür gewann er nun den Nachhaltigkeitspreis prix eco.swiss­canto «Generation Zukunft».

Die letzte GREEN LOUNGE

GRUEN: Sie sind Theologe und schreiben Kinderbücher über fairen Handel. Ist nachhaltiger Lebensstil religiöses Gebot?
Gerechtigkeit ist ein religiöses Gebot, ­insofern ist es der faire Handel auch. Ich schreibe aber die Kinderbücher nicht aus einem theologischen Interesse. Allerdings muss ich zugeben, dass ich mit der Thematik erstmals als Jugendlicher im ­Religionsunterricht konfrontiert wurde. Motiviert wurde ich später dadurch, dass es keine Kinderbücher zum Thema gibt.

Sie haben auch das Friedensgebet von Franz von Assisi neu interpretiert und ein Buch über Zivilcourage geschrieben.
Beim heiligen Franziskus geht es auch um Gerechtigkeit. Und um den Respekt vor Tieren und der Natur. Man könnte ihn also als Kämpfer für eine faire und ökologische Welt bezeichnen. Zivilcourage braucht es, um etwas zu verändern. Es erfordert Mut, für seine Ideale einzustehen.

Wie kamen Sie auf die Geschichte von Emma und ihrem SchokoLaden?
Zuerst entdeckte ich, dass im Wort Schokolade ja auch das Wort Laden enthalten ist. Der Name Emma hingegen, der war einfach plötzlich da. Bei mir entwickeln sich die Geschichten, ich mache Notizen, lese sie wieder, und so entsteht das Konzept einer Geschichte. Für mich war nach dem Schreiben des ersten Buches, «Emmas SchokoLaden», das Ganze eigentlich ­abgeschlossen. Aber dann hatte ich sehr viele Reaktionen, Kinder, die mich fragten, wie es denn weitergehe. Und der Verlag bat mich, eine Fortsetzung zu schreiben.

Und so entstanden Emma-Bücher über internationale Osterbräuche, faire Spielzeugproduktion und als letztes «Emmas Faire FashionShow» über Textilhandel. Das interessiert die Kinder?
Ja, das interessiert sie, das merke ich immer bei meinen Lesungen! Meine Geschichten sind nicht mit erhobenem Zeigfinger geschrieben, das darf man nicht. Sondern es sind Kriminal- und Abenteuergeschichten. Kinder wollen spannend und intelligent unterhalten werden, das ist die Kunst. Die Geschichten dürfen ja nicht banal sein! Kinderbücher zu schreiben, ist etwas vom Schwierigsten. Im Gegenzug sind Kinder die wunderbarsten Leserinnen und Leser, die ich mir nur wünschen kann.

Nun haben Sie den prix eco.swisscanto in der Kategorie «Generation Zukunft» gewonnen. Stolz?
Sehr stolz. Ich hätte das nie erwartet. Ich bin sehr dankbar für den Preis, er hat mir viele Einladungen an Schulen gebracht, wo ich lesen und diskutieren kann. Das ist sehr, sehr befriedigend.

Nie reuig, am Schreibtisch zu sitzen, statt auf der Kanzel zu stehen?
Nein, mein Ding ist das Schreiben.

Sechs Jahre Nachhaltigkeit:

Was im Oktober 2008 mit dem ­ersten «Nachhaltigen Statement» von Swiss­canto startete, kommt zu einem Ende. Während sechs Jahren konnten wir ­verschiedenen Persönlichkeiten eine ­einzigartige Plattform bieten, um deren Verständnis von Nachhaltigkeit einer breiten Öffentlichkeit zu präsentieren. Wir danken allen Beteiligten für das Engagement. Swisscanto engagiert sich auch weiterhin aktiv im Bereich der Nachhaltigkeit, wo und wie, sehen Sie hier: www.swisscanto.ch/nachhaltigkeit

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