Renault Wind Kleiner Wirbelwind

Renault spielt mit dem Wind. Die Franzosen wagen sich auf der Suche nach jungen Käufern mit dem keilförmigen, nur 3,83 Meter kurzen Roadster in ein neues Segment.
Frech: Mit dem Wind, dessen Dach sich in lediglich zwölf Sekunden öffnen bzw. schliessen lässt, lanciert Renault einen kecken Roadster mit zwei Plätzen.
© Jürg A. Stettler Frech: Mit dem Wind, dessen Dach sich in lediglich zwölf Sekunden öffnen bzw. schliessen lässt, lanciert Renault einen kecken Roadster mit zwei Plätzen.

Ein junger japanischer Designer war für die wilde Optik des Wind verantwortlich», erklärt Rémi Deconinck, Direktor bei Renault Sport Technologies, in fast entschuldigendem Tonfall. Und ergänzt, während er am frech gezeichneten Zweiplätzer entlangschreitet, rasch: «Er ist aus unserer Sicht aber nicht schuldig! Wir sind viel mehr stolz auf das Resultat: Der Wind ist ein echter Hingucker.» Nur gerade 3,83 Meter kurz ist der keilförmige Roadster mit dem grossflächigen Kühlergrill, Scheinwerfern mit blauer Einfassung und einem geschwungenen Spoiler am Heck. Im Interieur dominiert viel Plastik, nur eine halb transparente Abdeckung über den Rundinstrumenten setzt einen sportlichen Akzent.

«Eine auffällige Optik allein reichte uns aber nicht», ergänzt Deconinck, «deshalb haben wir viel Wert auf Alltagstauglichkeit gelegt und dem Wind einen grossen Kofferraum verpasst.» Das Tolle daran, ob mit offenem oder geschlossenem Dach, das Kofferraumvolumen bleibt immer gleich: Stattliche 270 Liter. Möglich macht es der spezielle Verdeckmechanismus, bei dem das Kunststoffverdeck durch eine simple Rotation in nur zwölf Sekunden im Heck verstaut wird. «Einzig ent- oder verriegeln muss man noch manuell», erklärt Deconinck zufrieden. Das kann er auch betreffend Fahrwerk sein, denn hier hat sein Team ganze Arbeit geleistet. Der kleine Wirbelwind fährt sich äusserst agil und lässt sich dank präziser Servolenkung auch locker durch engere Kurvenpassagen dirigieren. Schade bloss, dass Deconinck dem Wind kein leistungsstarkes RS-Aggregat einpflanzen durfte. Denn sowohl der 1,6-Liter-Saugmotor als auch der 1,2-Liter-Turbobenziner verursachen im offenen Franzosen keinen Orkan. Aber ein keckes Spassauto ist der Wind allemal.

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