Ssangyong Korando Kompletter Neustart

Die Geschichte des koreanischen Herstellers SsangYong ist nicht sehr lang, dafür umso turbulenter. Mit einem neuen Investor werden nun aber ruhigere Gewässer angesteuert. Erfolg versprechend.
Etwas laut, aber sparsam: Der Crossover Korando konzentriert sich aufs Wesentliche.
Etwas laut, aber sparsam: Der Crossover Korando konzentriert sich aufs Wesentliche.

Die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Entwicklung des 1954 als Ha Dong-hwan Motor Workshop gegründeten Unternehmens waren seit den 90er-Jahren eigentlich nicht schlecht: Eine Partnerschaft mit Mercedes und die Übernahme durch Daewoo Motors versprachen eine rosige Zukunft. Doch finanzielle Engpässe der wechselnden Mutterkonzerne manövrierten das inzwischen auf SsangYong umgetaufte Unternehmen an den Rand des Abgrunds. Vor zwei Jahren dann der Tiefpunkt: Die Produktion musste eingestellt werden. 2010 definierte die Unternehmensleitung mit dem internen Schlachtruf «333» eine neue Stossrichtung. Und Ende des Jahres stand der neue Investor dafür fest:

Der indische Nutzfahrzeughersteller Mahindra & Mahindra steigt mit der Übernahme von SsangYong ins Personenfahrzeugbusiness ein. Erstes Zeugnis des Neustarts ist der frisch entwickelte Korando. Er positioniert sich tadellos im boomenden Segment der Kompakt-SUV. Und wirft neben Frontantrieb oder 4 × 4 sowie einem hochwertigen Interieur auch einen neuen Karosserieaufbau und das Design von Altmeister Giorgetto Giugiaro in die Waagschale. «SsangYong hat in der Vergangenheit nicht durch Äusseres geblendet», formuliert Robert Stoepman vorsichtig, «sondern mit inneren Werten wie der soliden 4 × 4-Kompetenz brilliert. Mit dem Entscheid, Giugiaro zu engagieren, avisiert SsangYong nun eine breitere Interessensgruppe.» Stoepman ist seit Januar 2011 neuer Generaldirektor bei SsangYong Schweiz. Auf die Frage nach der weiteren Zukunft verrät er, «dass eine gemeinsame Entwicklung von zukünftigen Modellen mit Elektround Hybridfahrzeugen geplant wird». Es lohnt sich sicher, die indisch-koreanischen Projekte weiterhin im Auge zu behalten.

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