Check-up Krebs keine Chance geben!

Darmkrebsvorsorge ab 50 ist wichtig. Früh erkannt, liegen die Heilungschancen bei über 90 Prozent. Alternativ zur Darmspiegelung und dem Stuhltest gibt es jetzt einen Bluttest. 
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Mit der Koloskopie werden Dickdarm und 10 bis 30 Zentimeter des letzten Abschnitts des Dünndarms untersucht.

Das Ganze dauert knappe 30 Minuten. Während dieser Zeit schläft der Patient oder die Patientin friedlich, spürt nichts vom Untersuch. Trotzdem sträuben sich viele Menschen eine Koloskopie machen zu lassen. Empfohlen wird die Vorsorgeuntersuchung ab 50 Jahren. Im Alter nimmt das Risiko für Darmkrebs stark zu. Bei den Männern ist Darmkrebs der dritthäufigste Tumor nach Lungen- und Prostatakrebs. Bei den Frauen kommt er gleich nach Brustkrebs. Gut 4000 Personen erkranken jedes Jahr neu an Darmkrebs. Fast 40 Prozent der Patienten, bei denen ein Darmkrebs festgestellt wird, sterben später an diesem Tumor. Bei einer Früherkennung von Darmkrebs würden über 90 Pro
Neben der Koloskopie und dem Untersuch nach Blut im Stuhl steht jetzt auch ein Bluttest zur Verfügung. Grosses Aufatmen bei allen, welche die mühsamen Vorbereitungen für eine Koloskopie von dem Untersuch abhalten. Eine einfache Blutentnahme, wenig aufwendig, mit einer tiefen Komplikationsrate, und der Patient weiss, ob er gesund ist oder nicht. Der Septin9-Test weist eine Darmkrebs-spezifische DNA-Mutation im Blutplasma nach. So können bereits frühe Tumorstadien erkannt werden.
Dr. med. Andreas Müller vom Gastrozentrum an der Klinik Hirslanden in Zürich warnt: «Die Sensivität des Septin9-Tests beträgt etwa 70 Prozent, das heisst bei 30 Prozent der Probanden, die ein Karzinom haben, ist der Test falsch negativ.» Das ist bei der Koloskopie anders. Bei nur sehr wenigen Prozent wird ein Karzinom verpasst. Kommt dazu, dass Polypen, die Vorstufen von Darmkrebs, vom Test meist nicht erkannt werden. «Das ist bedenklich, da wir mithilfe der Endoskopie heute Möglichkeiten haben, die sogenannten Frühformen des Dickdarmkrebs in der gleichen Sitzung zu erkennen und zu entfernen», gibt der Gastroenterologe zu bedenken. «Der Test ist aber sicher besser als gar keine Vorsorge.»
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