«C’EST LA VIE. PRESSEBILDER SEIT 1940» Augenblicke für die Ewigkeit

Das Zürcher Landesmuseum lässt uns anhand von Pressefotografien auf unsere jüngere Geschichte zurückblicken. Ein vergnügliches Eintauchen in die Vergangenheit.
Gefroren: Spass auf dem Bielersee, 1941.
Gefroren: Spass auf dem Bielersee, 1941.

Vom ersten Tag an ist die Ausstellung ein Renner. Vor den Presseaufnahmen bilden sich immer wieder kleine Gruppen. Die älteren Besucher erinnern sich noch an den «Gefrorenen Bielersee» (1941), an die «Schweigeminute im Gedenken an den Ungarnaufstand» (1956), an Alexander Solschenizyns Ankunft in Zürich (1974) oder an die «Eröffnung des Gotthard-Strassentunnels» (1980). Die Jüngeren können beim «Brand der Kappellbrücke in Luzern» (1993) mitreden oder sich erneut über das zweifache Olympia-Gold von Simon Amman in Salt Lake City (2002) freuen.

Die ausgestellten Pressebilder sind nur eine kleine Auswahl aus den Beständen des Schweizerischen Nationalmuseums. Das Archiv ist 2006 mit der Integration der beiden Pressebildagenturen Presse Diffusion Lausanne und Actualité Suisse Lausanne um mehrere Millionen Negative, Papierabzüge und Diapositive aus der Zeit zwischen 1940 und 2000 angewachsen. Die Zeitreise in «C’est la vie. Pressebilder seit 1940» ist spannend: Sie führt von den noch sorgfältig geplanten Fotoreportagen aus den 40er- und 50er-Jahren zu den schnelllebigen digitalen Bildern von heute. Schwarz-Weiss-Aufnahmen machen ab den 70er-Jahren immer mehr der Farbfotografie Platz. Um den intimen Charakter der früheren Reportagen zu betonen, wurden einige Arbeiten in einem der drei «Maison démontables» von Jean Prouvé integriert. Diese Modelle, die ab 1940 seriell reproduziert wurden, entstanden im gleiche Jahr wie das Fotoarchiv. KATI MOSER

LANDESMUSEUM Zürich. Bis 22. 4. Di–So 10–17, Do 10–19 Uhr,
Tel. 044 - 218 65 11, Katalog CHF 38.–, www.landesmuseum.ch

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