Pablo Picasso im Kunstmuesum Basel Basel zeigt seinen Schatz

Basel hat eine besondere Beziehung zu Pablo Picasso. Die umfassende Retrospektive «DIE PICASSOS SIND DA!» zeigt das deutlich.
Legendärer Harlekin. Seit der Abstimmung 1967 im Besitz des Basler Kunstmuseums: Pablo Picassos «Arlequin assis» aus dem Jahre 1923.
Legendärer Harlekin. Seit der Abstimmung 1967 im Besitz des Basler Kunstmuseums: Pablo Picassos «Arlequin assis» aus dem Jahre 1923.

 

Die Macht des Volkes trat bei der Abstimmung zur Abzockerinitiative eben wieder deutlich zutage. Auch vor 46 Jahren ging es um eine Menge Geld: um sechs Millionen Franken. Im Dezember 1967 stimmte die Basler Bevölkerung einem Staatskredit zu, um damit zwei Gemälde von Picasso zu erwerben. Zusätzlich sammelten die Baslerinnen und Basler in einer einmaligen Aktion 2,4 Millionen. Damit waren die bedeutenden Werke «Arlequin assis» und «Les deux frères» für das Kunstmuseum gesichert. Picasso hörte von dem Wintermärchen und schenkte der Stadt gerührt vier weitere Werke.

In Basler Privatsammlungen war Picasso bereits vor dem Zweiten Weltkrieg prominent vertreten. Kunstsammler wie Rudolf Staechelin, Maja Sacher-Stehlin, Raoul La Roche und Karl Im Obersteg besassen Werke des berühmten Künstlers. Nach dem Krieg zeigte der Galerist Ernst Beyeler Picassos Arbeiten in Ausstellungen, baute gleichzeitig seine eigene Sammlung aus. Diese erstaunliche Konzentration von Picassos am Rheinknie ist nun Anlass für eine erstklassige Schau: Erstmals werden die hochkarätigen Picasso-Bestände des Kunstmuseums Basel und der Fondation Beyeler zusammen gezeigt. Hinzu kommen Werke aus Basler Privatsammlungen, die teils zum ersten Mal öffentlich gezeigt werden.

Alle wichtigen Werkphasen des spanischen Malers sind vertreten: die blaue und die rosa Periode, der Kubismus, das surrealistisch geprägte sowie das Spätwerk. Zu sehen sind sechzig Gemälde, hundert Zeichnungen und Druckgrafiken sowie Skulpturen. Neben einem Katalog erscheint auch ein Faksimile des Geschenkbuches «I like Pablo», das die Stadt Picasso als Dank für seine Schenkung von vier Werken überreichte.

Kunstmuseum Basel, 17. 3.–21. 7., Di–So 11–18 Uhr.
Tel. 061 206 62 62, Publ. CHF 39.–, www.kunstmuseumbasel.ch.

 

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