«Amour» (FR/A/DE) Bis dass der Tod sie scheidet

Die Story Georges (Jean-Louis Trintignant) und Anne (Emmanuelle Riva) sind ein altes Ehepaar, seit Jahrzehnten verheiratet, beide Musikprofessoren. Sie sind mit sich und der Welt zufrieden, sie lieben und respektieren einander.
Erschrocken Georges merkt, dass mit Anne etwas nicht stimmt.
Erschrocken Georges merkt, dass mit Anne etwas nicht stimmt.

Eines Tages erleidet Anne einen Schlaganfall und bleibt auf der rechten Seite gelähmt. Georges kümmert sich rührend um seine Frau. Mit der Zeit wird der Aufwand immer grösser – und Anne möchte Georges immer weniger zur Last fallen. «Amour» ist ein alltägliches Schicksal, das jeden von uns ereilen kann und von allen möglichst lange verdrängt wird.

Die Stars: Grossartig, wie Jean-Louis Trintignant, 81 («Ein Mann und eine Frau»), den fürsorglichen und zärtlichen Ehemann spielt, der sich seinem Schick-sal fügt. Ebenso grandios die Französin Emmanuelle Riva, 85 («Hiroshima mon amour»), in der Rolle der kranken Anne, die dieses unwürdige Leben sich und ihrem geliebten Mann nicht länger zumuten möchte.

Der Regisseur: Der Österreicher Michael Haneke, 70, räumt in Cannes regelmässig ab. 2009 war es die Goldene Palme für «Das weisse Band», heuer für «Amour».

Der Satz: Georges: «Wirklichkeit und Vorstellung haben wenig miteinander zu tun.»

Das Fazit: Ein Film über Liebe und Tod, der unter die Haut geht und aufrüttelt.

 

Bewertung: * * * * *
Länge: 126 Min.
Regie: Michael Haneke
Kinostart: 4.10 

 

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