«De rouille et d'os» (F/B) Brutaler Schicksalsschlag

Die Story: Stéphanie (Marion Cotillard) ist schön, selbstbewusst und trainiert Orcas im Marineland von Antibes. Alain (Matthias Schoenaerts) heisst eigentlich Ali und ist Boxer.
Leidenschaftlich dabei: Stéphanie dressiert Orcas im Aquapark von Antibes, während sich ihr Freund Alain an illegalen Boxkämpfen beteiligt.
Leidenschaftlich dabei: Stéphanie dressiert Orcas im Aquapark von Antibes, während sich ihr Freund Alain an illegalen Boxkämpfen beteiligt.

Mit seinem fünfjährigen Sohn besucht er seine Schwester an der Côte d’Azur. Er hat kein Geld, nimmt jeden Job an. Als Rausschmeisser lernt er die für ihn unerreichbare Stéphanie kennen. Einige Monate später erleidet Stéphanie einen Arbeitsunfall, bei der man ihr beide Beine amputieren muss. Stéphanie und Alain begegnen sich wieder. Über den Sex lernen sie sich lieben.

Die Schauspieler: Atemberaubend, wie Marion Cotillard (Oscar für «La vie en rose», 2008) und der Belgier Matthias Schoenaerts das ungleiche Liebespaar verkörpern. Oscarverdächtige Rolle der Französin.

Der Regisseur: Jacques Audiard präsentiert nach «Un prophète» (César 2010) wieder Bilder von grosser Gewalt. «Der Körper zwingt uns zum Handeln, wie es das Schicksal tut.» So lässt er etwa die Figuren Sex miteinander haben, wenn das Begehren zu gross wird.

Die Technik: Stéphanie wird die ganze Zeit von Marion Cotillard gespielt, auch als beinamputierte junge Frau. Wie geht das? Während der Dreharbeiten trug die Schauspielerin grüne Kniestrümpfe. Dadurch konnten ihre Unterschenkel später per Computer wegretuschiert werden.

Das Fazit: Der Film wühlt auf, lässt lange nicht mehr los. Faszinierend die körperliche wie seelische Kraft der beiden Liebenden. Packende Bilder, mitleidlos, direkt.

 

Bewertung:  * * * * *
Länge: 120 Min.
Regie: Jacques Audiard
Im Kino
 

 

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