5 Fragen an ein Buch Doppelbödig

Das Buch F von Daniel Kehlmann
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Worum geht es?
Deutschland am Vorabend der Wirtschaftskrise. Drei Brüder, jeder mogelt sich auf seine Weise durchs Leben: der gottlose Priester Martin, der lusche Finanzberater Eric und sein schöngeistiger, eineiiger Zwilling Iwan, seines Zeichens Galerist. Das geht eine Zeit lang gut, doch es kommt der Tag, an dem sich vor ihnen ein bodenloser Abgrund auftut.

Wer hat das Buch geschrieben?
Der österreichisch-deutsche Autor Daniel Kehlmann, 38, publizierte 2006 den Bestseller «Die Vermessung der Welt». 2009 folgte «Ruhm». Kehlmann lebt in Berlin und Wien.

Eine typische Sequenz?
«Lügen musst du. Du denkst, die Leute durchschauen dich, aber keiner durchschaut irgendwen.»

Wie ist das Buch einzuordnen?
Dass punkto Moral und Integrität in Kunst, Religion und Finanzwelt einiges im Argen liegt, haben die letzten Jahre gezeigt. Ein ideales Umfeld also für einen gesellschaftskritischen Roman. Die teils absurden Kapriolen des Buches verhindern einen (zu) ernsthaften Unterton.

Was zeichnet den Roman aus?
Das Doppelbödige der Geschichte, die karikierende Überzeichnung der Charaktere und der schnelle Sprachwitz. 

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