Jetzt in Aarau: Christian Marclay Lautmalerei ganz leise

Christian Marclay

Blick auf den Maler
Smaash, blub, crash, gulp, poing, whomp! Rote, grüne, blaue, gelbe Wortfetzen springen dem Besucher ins Auge, bevor er seine Umgebung überhaupt wahrgenommen hat. Der in Genf aufgewachsene und in New York und London lebende Christian Marclay, 55, bedient sich in seinen Gemälden gerne lautmalerischer Wörter, die wiederum im Kopf des Betrachters zur Visualisierung von Sound führen, wie etwa das obige Bild «Whomp», 2000.

Fokus der Ausstellung
Christian Marclay ist international bekannt für seine sound-basierten Collagen, Videos, Skulpturen, Malerei und Fotografien. Doch in «Action», der Ausstellung in Aarau, werden völlig stille Arbeiten gezeigt. Neben klein- und grossformatigen Bildern stechen besonders die stummen Videoarbeiten hervor. Herzstück der Ausstellung ist eine zeitgenössische Interpretation eines japanischen Teehauses aus Holz, geschaffen von Hächler Fuhrimann Architekten, mit wunderbaren «Hanging Scrolls» (2011).

Bezug zu Comics
Comics bilden Christian Marclay wichtigste Inspirationsquelle. Zu seinen ersten Arbeiten gehören aus Comics-Heften herausgerissene Seiten, die er – unter Aussparung der lautmalerischen Ausdrücke – übermalte. Oder Plattencovers, verändert bis zur Unkenntlichkeit. Die neuesten Bilder sind grosszügig und sehr poppig. Grrrrrrr! Whap! Plip!

Aargauer Kunsthaus Aarau AG. Bis 15. 11. Di–So 10–17 Uhr, Do 10–20 Uhr, Tel. 062 835 23 30, www.aargauerkunsthaus.ch, Katalog CHF 45.–

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