«Broken Circle» (B) Das Glück ist gross und flüchtig

Ihr Lachen ist ansteckend, ihre Offenheit entwaffnend, ihr Körper über und über mit Tattoos bedeckt: Didier erliegt der lebenslustigen Elise auf den ersten Blick.
Vom Leben und von der Liebe. Elise (Veerle Baetens) singt in der Band ihres Partners Didier (Johan Heldenbergh, 2. v. l.) von Herzeleid und Liebesglück.
Vom Leben und von der Liebe. Elise (Veerle Baetens) singt in der Band ihres Partners Didier (Johan Heldenbergh, 2. v. l.) von Herzeleid und Liebesglück.

Der zerzauste Banjospieler und die Besitzerin eines Tattoostudios bauen sich kurz danach auf einem Bauernhof ihr romantisches Liebesnest. Elise wird Sängerin in Didiers Bluegrass-Band, sie gehen zusammen auf Tournee. Gross ist ihre Liebe. Noch grösser das Glück, als Maybelle zur Welt kommt. Doch es ist von kurzer Dauer. Das kleine Mädchen erkrankt an Krebs. Für Elise und Didier, die eben noch auf Wolke sieben schwebten, beginnt eine emotionale Achterbahnfahrt.

Die Schauspielerin Veerle Baetens, 35, als Elise ist ein Erlebnis. Beeindruckend, wie die Belgierin die Stärke und Zerbrechlichkeit ihrer Figur verbindet.

Die bittere Erkenntnis Von wegen geteiltes Leid ist halbes Leid: In seinem Schmerz ist jeder am Ende allein.

Der Regisseur Felix Van Groeningen («Die Beschissenheit der Dinge», 2009) ist ein Spezialist für subtil erzählte Dramen, gilt als einer der interessantesten Regisseure Belgiens.

Die Hammerszene Wer eine Idee für eine besondere Hochzeitsfeier sucht: Diese Vermählung ist inspirierend!

Das Fazit Kein anstrengender Problemfilm, sondern ein packendes Drama. Wo Worte nicht mehr weiterhelfen, kommt die Musik ins Spiel. Ein unvergesslicher Film, der zu Recht an der diesjährigen Berlinale den Publikumspreis gewann.


Bewertung: *****
Länge: 112 Min.
Regie: Felix Van Groeningen
Im Kino

 

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