«The King's Speech» (GB) Der holprige Weg zum britischen Monarchen

Der Plot: Prinz Albert steht im Schatten seines Bruders König Edward VIII. Als dieser aus Liebe zu einer Bürgerlichen auf die Krone verzichtet, wird Albert unverhofft zum König George VI. von England gekrönt.
Der stotternde König: George VI. (Colin Firth) wird von seiner Frau Elisabeth (Helena Bonham Carter) zu einer Ansprache begleitet.
© Ascot Elite Entertainment Group Der stotternde König: George VI. (Colin Firth) wird von seiner Frau Elisabeth (Helena Bonham Carter) zu einer Ansprache begleitet.

Sein Land steht an der Schwelle zum Krieg, eine landesweite Ansprache steht dem König bevor. «Bertie», wie er im Familienkreis genannt wird, scheut jedoch öffentliche Auftritte: Er stottert stark. Kurzerhand wird ein kauziger Logopäde engagiert, der zwar keinerlei Diplome vorzuweisen hat, dafür reichlich exzentrische Methoden. Wird der König mit seiner Hilfe das Stottern rechtzeitig überwinden?

Das Zitat: Sprachtrainer Lionel Logue zu seinem blaublütigen Kunden: «Kennen Sie irgendwelche Witze?» Worauf dieser trocken erwidert: «Das richtige Timing gehört nicht gerade zu meinen Stärken.»

Die Stars: Der Brite Colin Firth, 51, hat schon in Tom Fords «A Single Man» überzeugt. Als stotternder König nun brilliert er geradezu. Herrlich verschroben: Geoffrey Rush als Lionel Logue.

Das Fazit: Historisches Kammerspiel vom Feinsten, grossartige Dialoge, (unbedingt im Original ansehen), überraschende Kameraführung, «very british». Dass King George am 27. Februar zum «King Oscar» wird, ist mehr als wahrscheinlich. Nominiert ist der Film in zwölf Kategorien.

Bewertung: * * * * *
Länge: 118 Min.
Regie: Tom Hooper
Kinostart: 17. 2
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