Thriller: Inception (USA/GB) Der Stoff, aus dem die Träume sind

Inception (USA/GB): Im hochspannenden Film von«Batman»-Regisseur Christopher Nolan macht Leonardo DiCaprio Jagd auf das Unterbewusstsein.
Cobb (Leonardo DiCaprio) und Ariadne (Ellen Page) kreieren ihr eigenes Paris.
© Warner Bros Cobb (Leonardo DiCaprio) und Ariadne (Ellen Page) kreieren ihr eigenes Paris.

The Matrix» war gestern, heute gehts um die Manipulation von Träumen: Cobb (Leonardo DiCaprio) ist ein Spezialist für«Extraktion». Er und sein Team können mithilfe von Elektronik und Schlafmitteln in die Träume anderer eintauchen und so an geheime Informationen herankommen. Cobb setzt diese Methode vor allem für Betriebsspionage ein. Sein aktueller Auftrag lautet: Den Erben eines Weltkonzerns, Robert Fischer (Cillian Murphy), zum Verkauf seiner Firma zu bringen. Cobb dringt also in Fischers Traum ein, um die Entscheidung in die richtige Bahn zu lenken. Da die Beziehung zum Vater dabei zentral ist, muss das tiefste Unterbewusstsein des Opfers bearbeitet werden. Hierzu kreieren die Profis in Fischers Kopf einen Traum im Traum im Traum.

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Alles klar? «Inception» findet also auf vier Ebenen statt: In der Wirklichkeit und auf drei Traumstufen. Ein Traum für das Publikum und den Regisseur! Dieser heisst Christopher Nolan («The Dark Knight») und kennt sich in der Materie bestens aus. Seinen Durchbruch schaffte er mit«Memento», einem Thriller über einen Mann ohne Kurzzeitgedächtnis.

In seinem neusten Film beansprucht er die Aufmerksamkeit des Publikums wieder vollumfänglich.«Mind fuck» heisst das umgangssprachlich. Stets hat man das Gefühl, etwas zu verpassen, hinkt der Geschichte ein wenig hinterher und wird von der Kreativität des Regisseurs und des Drehbuchautors – zweimal Nolan – regelmässig überrascht. Genauso wie es in einem Thriller sein sollte. Zum Meisterwerk reicht es«Inception» allerdings doch nicht ganz. Denn übergeordnet geht es im Film nicht um die Firmenübernahme, sondern um die Beziehung zwischen Cobb und Mal (Marion Cotillard). Und diese geht im Vergleich mit der actiongeladenen Wucht der Traumwelten zu wenig unter die Haut. BENJAMIN BÖGLI

Deshalb ist der Film ein Muss:

  • Es werden Dinge vor Augen geführt, die man so noch nie gesehen hat.
  • Trotz der komplizierten Struktur verliert man nie wirklich den Überblick.
  • Faszinierend, wie das Aufwachen dargestellt ist.

Bewertung: * * * *
Länge: 148 Min.,
Regisseur: Christopher Nolan
Darsteller : L. DiCaprio, C. Murphy, E. Page
Start: 29. 7.

 

 

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