Art Basel Die Kunst im Visier

Basel steht vom 16. bis 20. Juni wieder ganz im Zeichen der internationalen Kunstszene. Auch Schweizer Künstler und Galerien präsentieren sich dieses Jahr an der grössten Kunstmesse der Welt, der Art Basel. Eine Auswahl.
Verschachtelt : «A portrait of the man as a building», Collage des Tessiners Davide Cascio, 2008.
Verschachtelt : «A portrait of the man as a building», Collage des Tessiners Davide Cascio, 2008.

Wo bitte gehts zu Utopia? Ob Architektur-, Design- oder Lebensentwürfe, Davide Cascio prüft die utopischen Ideologien auf ihren gesellschaftlichen Gehalt. Der 1976 in Lugano geborene Künstler bedient sich für seine Collagen bei den heilen Werbewelten der 60er- und 70er-Jahre, integriert urbanistische Impulse von Le Corbusiers «Esprit Nouveau» und kombiniert Verführerisches aus Werbung und Mode-Magazinen zu retro-futuristischen Szenarien.

Seine allegorischen Installationen, oft aus simplen Materialien wie Papier, Holz oder Neonlicht gestaltet, spiegeln die Hoffnungen des gesellschaftlichen Fortschritts. Cascios erste institutionelle Einzelausstellung zeigte das Kunsthaus Glarus 2009. Mit der Galerie Nicolas Krupp ist der Tessiner nun zum ersten Mal an der Art Basel vertreten.

Ebenfalls im Programm der Galerie Krupp vertreten ist Emil Michael Klein, 28, aus München. Von der traditionellen Holzschnitzerei kommend, setzt sich der Wahlbasler mit seinen von Hand geschnitzten Rahmen und Bildträgern mit dem Thema des klassischen Rahmenbildes und einem erweiterten Begriff der Malerei auseinander. Der Künstler arbeitet ebenso mit Zeichnungen und Druck wie der Malerei und vermehrt auch mit Skulpturen (Bild). 2008 erhielt er den Manor Kunstpreis Basel. Zurzeit lebt Emil Michael Klein in Berlin.

ART BASEL
16.–20. 6. Mi–Sa 11–19 Uhr,
Führungen unter Tel. 061 - 701 20 77
www.artbasel.ch, Publikation CHF 65.–

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