Max Ernst in der Fondation Beyeler Die Magie der Imagination

Die Fondation Beyeler widmet dem deutschen Jahrhundertmaler Max Ernst eine umfassende Retrospektive.
Bildgewaltig: Der Hausengel (Der Triumph des Surrealismus), 1937, von Max Ernst.
© Pro Litteris Bildgewaltig: Der Hausengel (Der Triumph des Surrealismus), 1937, von Max Ernst.

Er ist einer der ganz grossen Künstler des 20. Jahrhunderts – und einer der vielfältigsten. Der Deutsche Max Ernst (1891–1976) begann seine künstlerische Laufbahn als revoltierender Dadaist in Köln. 1922 zog es ihn nach Paris, wo er kurz darauf zu einem der Pioniere des Surrealismus wurde.

Collagen, Malerei, Zeichnungen, Skulpturen – sein Erfindungsreichtum im Umgang mit Bild- und Inspirationstechniken, die Brüche zwischen zahlreichen Werkphasen und der Wechsel der Themen sind so vielfältig wie irritierend. Stets versuchte der Künstler, Traditionen zu überwinden und Neues zu kreieren. Dabei schuf der Rheinländer ein aussergewöhnliches OEuvre, das sich jeder eindeutigen stilistischen Definition entzieht. Das ist ganz im Sinne des Künstlers, der über seine künstlerische Unfassbarkeit sagte: «Ein Maler ist verloren, wenn er sich findet.»

Die mit Leihgaben aus aller Welt hervorragend bestückte Retrospektive in der Fondation Beyeler präsentiert über 160 Gemälde, Collagen, Zeichnungen, Skulpturen sowie illustrierte Bücher und ermöglicht so einen umfassenden Einblick in das Schaffen des Jahrhundertkünstlers. Gezeigt werden zahlreiche Hauptwerke von all seinen Schaffensphasen, Entdeckungen und Techniken. Es ist die erste gross angelegte Schau in der Schweiz seit Max Ernsts Tod 1976. Und eine Einladung in das faszinierende Zauberreich der eigenen Imagination.

Fondation Beyeler, Riehen BS
Bis 8. 9., täglich 10–18, Mittwoch 10–20 Uhr, Tel. 061 645 97 00.
www.fondationbeyeler.ch

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