AMIET, GIACOMETTI, HODLER, VALLOTTON Die schlichte Schönheit des Alltäglichen

Die aktuelle Schau in der Winterthurer Villa Flora zeigt eine grosse Anzahl Spitzenwerke der Schweizer Kunst.

Ein verschneiter Bergzug im Abendlicht. Zwei Kinder vor dem Schlafengehen. Ein Mädchenporträt und eine in Gedanken versunkene Badende. Die Sujets sind unspektakulär. Hodler, Giacometti, Amiet und Vallotton verstehen es jedoch meisterhaft, den Motiven einen kostbaren Glanz zu verleihen.

Das mag auch der Grund gewesen sein, wieso Arthur und Hedy Hahnloser-Bühler im Laufe ihrer Ehe eine grosse Anzahl Werke der vier erstanden haben. Das Winterthurer Paar startete seine passionierte Sammlertätigkeit mit Schweizer Kunst. Die grosse Anzahl Vallotton-Werke geben einen Einblick in die verschiedenen Schaffensphasen und in die Vielfalt seines medialen Könnens.

Angereichert wird die Ausstellung «Der Glanz des Alltäglichen» mit Kunstschätzen aus der Winterthurer Stiftung für Kunst, Kultur und Geschichte. Sie kann als Fortsetzung der Schau «Hodler und seine Schweizer Künstlerfreunde» im Jahre 2000 betrachtet werden. Diesmal soll der Dialog zwischen den beiden Sammlungen noch stärker in den Vordergrund rücken. So wird sich die Ausstellung je zur Hälfte aus Werken der beiden Sammlungen zusammensetzen, was eine beträchtliche Anzahl Spitzenwerke aus der Schweizer Kunst bedeutet.

Einen aktuellen Akzent setzt Albrecht Schnider, 58. Der in Berlin wohnende Schweizer setzt in seinen konzeptuell angelegten Arbeiten seinen Kontrapunkt zu den Werken von Giacometti, Amiet und Co.
 

VILLA FLORA , Winterthur ZH
Ausstellung bis 29. 5. 2011
Öffnungszeiten: Di bis Sa 14.00 - 17.00 Uhr, So 11.00 - 15.00 Uhr
Telefon 052 212 99 66
Publikation CHF 38.–

 

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