Federico Fellini – im Fotomuseum Élysée Dolce Vita mit Fellini

Das Fotomuseum Elysée zeigt die Ausstellung «Fellini, la Grande parade». Seine Obsessionen und Visionen kommen gleichermassen zur Geltung und ergeben ein vielschichtiges Porträt.
Legendär: Anita Ekberg und Marcello Mastroianni in Fellinis «La dolce vita», 1960.
Legendär: Anita Ekberg und Marcello Mastroianni in Fellinis «La dolce vita», 1960.

Er war einer der grössten Filmemacher überhaupt: Federico Fellini (1920–1993). In seiner 40 Jahre dauernden Karriere als Regisseur inszenierte er über zwanzig Spielfilme. Endlos ist die Liste der Preise, die er im Laufe des Lebens bekam. Zwölfmal wurde er für den Oscar nominiert. Für «La strada» (1952), «8 ½» (1963) und «Amarcord» (1974) hat er ihn denn auch bekommen. Fellinis Vorliebe für schräge Figuren ist legendär. Gefunden hat er sie jeweils, indem er per Zeitungsinserat in Rom «Personal» für seinen neuen Film suchte: «Fellini ist bereit, alle zu empfangen, die ihn sehen wollen.» Und so kamen sie in Scharen. Verblühte Schönheiten, schmierige Verführer, humpelnde Riesen, Zwerge, Missgebildete und Verrückte. Alle soll er sie empfangen, nach Kategorien aufgelistet und katalogisiert haben. Ein skurriles Sammelsurium an möglichen Filmfiguren.

Der Regisseur war sich bewusst, dass seine unmittelbare Umgebung nicht nur die interessantesten Gestalten, sondern auch gute Geschichten lieferte. Ebenso setzte er sich intensiv mit seinen Träumen auseinander, wie seine dickbändigen, mit Zeichnungen und Notizen prall gefüllten Traumbücher zeigen.

Die Schau «La Grande parade» im Fotomuseum Elysée gibt Einblick in dieses einzigartige fellinische Universum. Daneben sind viele unveröffent lichte, kaum bekannte Dokumente zu sehen. Der Direktor des Elysée, Sam Stourdzé, hat Standfotografien, Videos, Zeitungsausschnitte und Filmplakate montiert und mit bekannten Szenen von Fellinis Lieblingsmotiven zu einem wahrhaft üppigen Bilderrausch zusammengesetzt.

Übrigens: Die Fondation Fellini in Sitten, VS, zeigt vom 12. 9. bis 12. 12. unveröffentlichte Farbfotografien zum Film «81/2», die Paul Roland während der Dreharbeiten gemacht hat.

Musée de l’ Esysée, Lausanne VD
Bis 28. 8. Di–So 11–18 Uhr, Tel. 021 - 316 99 27
Publikation CHF 30.–£

www.elysee.ch
www.fondation-fellini.ch 

 

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