«Broken» (GB) Durch die Hölle der Pubertät

Die Handlung Die 11-jährige Skunk (Eloise Laurence) lebt mit ihrem Bruder und ihrem Vater Archie (Tim Roth) in einem Londoner Vorort.
Kein Zuckerschlecken: Das Leben von Skunk (Eloise Laurence) verändert sich schlagartig nach einer Schlägerei in der Nachbarschaft.
Kein Zuckerschlecken: Das Leben von Skunk (Eloise Laurence) verändert sich schlagartig nach einer Schlägerei in der Nachbarschaft.

Seit die Mutter die Familie verlassen hat, werden die Geschwister von einer Tagesmutter betreut. Vater Archie, ein viel beschäftigter Anwalt, kümmert sich liebevoll um sein Sorgenkind: Skunk ist Diabetikerin und braucht täglich um dieselbe Zeit ihre Medikamente. Mit dem geisteskranken Nachbarsjungen Rick verbindet sie ein zartes Freundschaftsband. Als dieser eines Tages vor ihren Augen zusammengeschlagen wird, gerät alles aus den Fugen. Rick wird von einem Nachbarsmädchen der Vergewaltigung beschuldigt und kommt ins Gefängnis. Damit nimmt das Unheil unaufhaltsam seinen Lauf. Die Schauspieler Skunk ist Eloise Laurence’ Debütrolle. Die junge Irin ist eine echte Entdeckung. Tim Roth, («Pulp Fiction», «Arbitrage») gibt den liebevollen Vater: streng, aber zu 100 Prozent auf der Seite seiner Tochter. Und Robert Emms als geisteskranker Rick ist beunruhigend überzeugend.

Der Regisseur: «Broken» ist der erste Film des englischen Theaterregisseurs Rufus Norris. Was für ein vielversprechendes Debüt!

Die Erkenntnis: Zärtlichkeit und Brutalität stehen sich im Leben oft unmittelbar gegenüber, getrennt nur durch eine dünne Wand. Ein Schritt zu viel, und alles bricht ein.

Das Fazit: In 90 Minuten ein so dicht gewebtes, fesselndes Drama mit präzis gezeichneten Figuren zu erzählen, ist grosses (britisches!) Kino.

 

Bewertung: * * * * *
Länge: 90 Min.
Regie: Rufus Norris.
Kinostart: 17. 1.

 

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