«Side Effects» (USA) Ein doppelbödiges Spiel

Als ihr Mann Martin wegen Insiderhandels für vier Jahre ins Gefängnis wandert, bricht Emilys heile Welt zusammen. Die junge Frau verfällt in Depressionen. Auch nach Martins Haftentlassung geht es ihr nicht besser. Im Gegenteil.
Wie geht es der Patientin? Die Psychiater Victoria Siebert (Catherine Zeta-Jones) und Jonathan Banks (Jude Law) tricksen sich gegenseitig aus.
Wie geht es der Patientin? Die Psychiater Victoria Siebert (Catherine Zeta-Jones) und Jonathan Banks (Jude Law) tricksen sich gegenseitig aus.

Nach einem missglückten Selbstmordversuch landet Emily bei Jonathan Banks auf der Couch. Der ehrgeizige und erfahrene Psychiater verschreibt ihr auf Empfehlung von Emilys letzter Ärztin, Victoria Siebert, ein neu entwickeltes Medikament. Zunächst sieht es aus, als ob Emily auf die Behandlung anschlägt. Doch dann tauchen unerwartete Nebenwirkungen auf.

Die Schauspieler: Rooney Mara («Verblendung») kann in der Rolle der undurchsichtigen Emily erneut ihre Schauspielkunst zeigen. Congenial: Jude Law («Sherlock Holmes») spielt den verzweifelten Psychiater höchst differenziert. Hingegen ist Catherine Zeta-Jones als habgierige Ärztin eine Fehlbesetzung.

Das Besondere: Nach dem Drogendrama «Traffic» thematisiert Soderbergh nun die Gefährlichkeit von Medikamenten.

Der Regisseur: Seinen Rückzug aus dem Filmgeschäft hat Steven Soderbergh schon öfter angekündigt. Nun, mit 50, will er nur noch Bücher schreiben und Bilder malen. Schade, dem Amerikaner verdanken wir Kinohits wie «Traffic», die «Ocean’s»-Trilogie, «Erin Brockovich» oder «Contagion».

Das Fazit: Ein intelligenter, kritischer und packender Thriller voller Intrigen, Täuschung und Doppelbödigkeit. Ein Kinovergnügen auf hohem Niveau. 

http://www.youtube.com/watch?v=rpwCDeh3hcY


Bewertung: * * * *  
Länge: 106 Min.
Regie: Steven Soderbergh
Kinostart: 2. 5.

 

 

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