Ferdinand Hodler Ein Stück Unendlichkeit

Die Fondation Beyeler widmet als erstes Schweizer Museum dem SPÄTWERK von Ferdinand Hodler eine umfassende Ausstellung.
Frauenreigen «Blick in die Unendlichkeit», 1913/14 bis 1916.
Frauenreigen «Blick in die Unendlichkeit», 1913/14 bis 1916.

Die majestätischen alpinen Landschaftsbilder von Ferdinand Hodler (1853–1918) prägen das Bild und Selbstverständnis der Schweiz nachhaltig. Zu seinen zentralen Themen gehören auch das Selbstporträt, seine Faszination für Frauen, der Tod und die Ewigkeit, denen sich der Berner Maler vor allem in seinen letzten fünf Lebensjahren zuwandte. Diesem Spätwerk widmet die Fondation Beyeler nun eine Ausstellung mit rund achtzig Bildern.

Gleich im ersten Raum werden die Besucher selbst zu Betrachteten. Hodler, den die Unterschiede zwischen Schauen und Sehen zeitlebens umtrieben, blickt hier in mehreren Selbstporträts mit forschenden, prüfenden Augen auf sein Publikum.

Den Schwerpunkt der Ausstellung bilden Landschaftsgemälde. Anstelle der bisher für den Maler typischen Konturen tritt die Abstraktion. Die Bergwelten werden mittels Farbflächen gestaltet, Details verschwinden, die Natur scheint der Realität entrückt.

Verstörend wirkt der Raum, der Valentine Godé-Darel gewidmet ist. Hodlers Porträtserie seiner sterbenden Geliebten war damals ein Tabubruch. Noch heute berührt der Anblick des Siechtums der jungen Frau.

Einen würdigen, monumentalen Abschluss bildet das Werk «Blick in die Unendlichkeit», mit 446 x 895 Zentimeter das grösste Bild, das die Fondation Beyeler je ausgestellt hat.

Fondation Beyeler, Riehen BS
Bis 26. 5. Täglich 10–18 Uhr, Mi 10–20 Uhr,
Tel. 061 645 97 00, Publikation CHF 62.50,
www.fondationbeyeler.ch

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