Kinofilm: «Umrika» (IND) Sehnsucht nach einem anderen Leben

Umrika

Warten auf einen Brief Gross ist die Verzweiflung bei der Mutter, als eines Tages die Briefe von Udai aus Amerika ausbleiben. Rama (r.), Udais Bruder, macht sich auf die Suche.

Die Story Udai (Prateik Babbar) verlässt sein kleines Dorf, um nach Amerika auszuwandern. In langen, bebilderten Briefen erzählt er den zu Hause Gebliebenen vom neuen Leben. Als eines Tages keine Post mehr aus Übersee eintrifft, der Vater stirbt und die Mutter in Depression verfällt, beschliesst Rama – Udais jüngerer Bruder –, ebenfalls nach Amerika zu gehen und ihn zu suchen. Mit dabei sein Freund Lalu (Tony Revolori «The Grand Budapest Hotel»). Doch dann machen sie eine Entdeckung, die alle ihre Pläne durchkreuzt.

Die Schauspieler Bravourös wie schon in «Life of Pi» des Regisseurs Ang Lee spielt der junge Inder Suraj Sharma den kleinen Bruder von Udai.

Der Regisseur Prashant Nair ist ein indischer Regisseur und Kosmopolit, der eine Zeit lang auch in der Schweiz gelebt hat. «Umrika» ist sein zweiter Langspielfilm, er hat am diesjährigen Sundance Filmfestival den Publikumspreis World Cinema gewonnen.

Die Szene Wie in Amerika wollen die Dorfbewohner einen Hotdog essen, einen vegetarischen. Und so ersetzen sie die Wurst mit einer gebratenen Karotte.

Das Fazit «Umrika» ist kein Bollywood-Film, sondern eine wunderbare Geschichte über Liebe: in der Familie sowie zwischen Mann und Frau. Prashant Nair erzählt von verschiedenen Kulturen und ihrer unterschiedlichen Wahrnehmung von aussen. Einfühlsam gefilmt mit prächtigen Bildern und einer guten Portion Witz.

Bewertung ****
Länge 98 Min
Regie Prashant Nair
Kinostart 25. 6.

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