Kinofilm: «Big Eyes» (USA) Kunstbetrug in Millionenhöhe

Big eyes

Gut gehütetes Geheimnis Während Margaret (Amy Adams) ihre Bilder malt, gibt sich ihr Mann (Christoph Waltz) als deren Urheber aus.

Die Story Als hätten sie den Betrug geahnt, blicken die Kinder mit übergrossen, traurigen Augen von den Leinwänden. Die kitschigen Werke der Künstlerin Margret (Amy Adams) besitzen einen hohen Wiedererkennungswert. Dennoch bleiben Anerkennung und Erfolg aus. Das ändert sich schlagartig, als sie den charmanten Walter Keane trifft und ihn wenig später sogar heiratet. Auch er will Künstler sein, allerdings sprechen die Kinderporträts seiner Frau bald ein grösseres Publikum an als seine eigenen Werke. So behauptet er eines Tages, er sei der Schöpfer «Big Eyes». Tatsächlich lässt der Erfolg nicht lange auf sich warten. Um die Gemälde entsteht ein regelrechter Kult. Doch das Lügengebäude steht auf wackligen Beinen.

Die Schauspieler Amy Adams erhielt für die Rolle der Margaret Keane einen Golden Globe. Der zweifache Oscar-Gewinner Christoph Waltz ist noch furchterregender als dauergrinsender Betrüger denn als Bösewicht.

Der Regisseur Tim Burton («Planet of the Apes», 2001, «Alice in Wonderland», 2010) ist ein US-amerikanischer Autor, Produzent und Filmregisseur und Meister des skurrilen, visionären Kinos.

Wahrer Hintergrund Anfang der 1960er-Jahre verkauften sich Drucke und Postkarten mit Keane-Motiven millionenfach. Prominente wie Natalie Wood, Joan Crawford oder Dean Martin leisteten sich Originale.

Das Fazit Gelungene Verfilmung eines der grossen Kunstskandale der Geschichte.

Bewertung ***
Länge 106 Min
Regie Tim Burton
Im Kino

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