«Jimmy's Hall» (GB/IRL/F) Tanzen gegen die Unterdrückung

Jimmy's Hall
© HO

Jimmy und Oonagh geniessen wie einst das gemeinsame Tanzen. Pater Sheridan ist vom fröhlichen Treiben wenig erfreut.

Die Story: Der Ire Jimmy Gralton kehrt 1932 nach zehn Jahren Abwesenheit in sein Heimatdorf zurück. Dort, in der rauen irischen Landschaft, gab es einst einen einfachen Tanzsaal, einen Ort der Freiheit und der Inspiration. Mit Jimmys Erscheinen erwacht der Saal zu neuem Leben, was den Klerus und die konservativen Kreise auf den Plan ruft.

Die Schauspieler: Drei grossartige irische Schauspieler: Barry Ward («Songs for Amy», 2012) in der Rolle des warmherzigen, grosszügigen und gleichzeitig gerissenen Jimmy, Simone Kirby («Season of the Witch», 2011) als feinfühlige Freundin von Jimmy und Jim Norton («Harry Potter und die Kammer des Schreckens», 2002), der den bornierten Father Sheridan spielt.

Der Regisseur: Ken Loach («The Wind That Shakes the Barley», 2006) ist ein britischer Filmregisseur und Drehbuchautor. Er ist bekannt für seine Sozialdramen und den naturalistischen Regiestil. Ken Loach, 78, zur Figur des Jimmy: «Wir wollen dem Publikum einen vielseitigen und in sich stimmigen Charakter vorstellen und keine Karikatur eines militanten Aktivisten.»

Die Szene: Beim Anblick des brennenden Saales zieht sich einem das Herz zusammen.

Das Fazit: Ein aufwühlender Film über soziale Ungerechtigkeit, kirchliche Unterdrückung und den Mut junger Frauen und Männer, die ihre Ideale unbeirrt verteidigen. Und nicht zuletzt auch ein Film über die Liebe – mit einer hinreissenden Musik. 

Bewertung *****
Länge 106 Min.
Regie Ken Loach.
Kinostart 21. 8.

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