«Pride» (GB) Freundschaft in harten Zeiten

Pride
© Nicola Dove

Die Geschichte London 1984. Einer Gruppe junger Schwulen und Lesben fällt auf, dass die Polizei sie nicht mehr piesackt. Zu sehr ist diese mit den streikenden Bergarbeitern beschäftigt, die sich gegen die Schliessung ihrer Zechen wehren. Unter der Leitung von Mark, dem Umtriebigsten der Gay-Aktivisten, sammeln die Homosexuellen als «Lesben und Schwule für Bergarbeiter» Spenden. Und so kommt tatsächlich ein stattliches Sümmchen zusammen. Doch die meist homophoben Streik-Komitees lehnen das Geld ab. Bis auf ein walisisches Bergarbeiterdorf, das sich – wenn auch widerwillig – dazu bereit erklärt, die Aktivisten zu empfangen. Zu Beginn scheinen die Gräben unüberwindbar zu sein. Schliesslich macht die gemeinsame Erfahrung der Diffamierung Schwule und Streikende aber doch zu Verbündeten.

Die Schauspieler Die britische Crew ist hervorragend gewählt. Ben Schnetzer als Mark spielt hinreissend. Golden-Globe-Gewinner Bill Nighy («Best Exotic Marigold Hotel») und Imelda Staunton («Harry Potter») sorgen für Humor und Spiel auf hohem Niveau. Die Regie Der Brite Matthew Warchus, 48, ist ein mehrfach ausgezeichneter Theaterregisseur. «Pride» ist sein zweiter Kinofilm.

Die Überraschung Ein gekonnter Hüftschwung bringt das Eis zum Schmelzen.

Das Fazit Eine berührende Komödie über eine beispiellose Allianz, die auf wahren Begebenheiten beruht. Hervorragend gespielt, herrlich schräg und very british. Sie werden das Kino beglückt verlassen!

Bewertung ****
Länge 118 Min.
Regie Matthew Warchus
Kinostart 13. 11.

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