Kinofilm: «Victoria» (D) Atemlos durch die Nacht

Victoria

Harmloser Beginn einer Geschichte Später wirds kriminell. Ein Film über einen Banküberfall, Generationen und eine verrückte Liebe auf den ersten Blick.

 

 

Die Story Victoria ist eine Partygängerin. Kurz vor Sonnenaufgang verlässt die junge Spanierin einen Berliner Club. Vor dem Lokal lernt sie vier Jungs kennen: Sonne, Boxer, Blinker und Fuss. Zwischen Victoria und Sonne funkt es gleich. Victoria zieht mit den vier leicht angetrunkenen Männern durch die Nacht. Doch viel Zeit, um mit Sonne zu flirten, bleibt ihr nicht, denn die vier müssen noch ein krummes Ding drehen. Als einer von ihnen ausfällt, springt Victoria ein. Der Film wurde in einer einzigen, ungeschnittenen Einstel-lung gedreht. Zwei Stunden und 16 Minuten. Ohne Schnitt. Ohne billige Einstellungen.

Die Schauspieler Absolute Spitze ist die junge Spanierin Laia Costa in der Titelrolle. Frederick Lau ist nicht mehr wegzudenken aus dem deutschen Film: grosse Klasse seine Interpretation des jungen Sonne.

Der Regisseur Sebastian Schipper ist ein deutscher Schauspieler und Filmregisseur. Für seinen ersten Film, «Absolute Giganten» (1999), wurde er mit dem Deutschen Filmpreis in Silber ausgezeichnet. Zu «Victoria» sagt er: «Es sollte in meinem Film nicht um die Bilder gehen, sondern um das Erlebnis. Und aus dieser Haltung erwuchs die Idee, den Film in Realzeit in einer Einstellung zu drehen.»

Das Fazit Zurücklehnen und sich durch die Nacht treiben lassen. Die Spannung hält 136 Minuten durch. Und danach? Tief Atem holen und sich fragen, ob man auch so kopflos wie Victoria gehandelt hätte.

Bewertung *****
Länge 136 Min
Regie Sebastian Schipper
Kinostart 18. 6.

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