«Wir sind die Neuen» (D) Zurück ins Paradies von damals

Generation-Clash
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Die Jungen sind zu sehr mit sich beschäftigt – die Alten träumen von ihrer Studenten-WG, die genau genommen auch nicht so toll war.

Die Story: Anne wurde gerade aus ihrer Wohnung rauskomplimentiert. Der einzige Ausweg, um zu einer bezahlbaren Wohnung zu kommen, ist die Gründung einer WG wie damals zu ihrer Studentenzeit. Die 60-Jährige sucht ihre alten Kameraden auf. Johannes und Eddi sagen zu, und so ziehen sie bald zusammen in einer Wohnung ein. Ihre neuen Nachbarn sind drei junge Studenten, die klarstellen, dass sie nicht gestört werden wollen, da sie vor den Examen stehen. Trotzdem schauen die Neuen immer wieder bei ihnen vorbei. Konflikte sind vorprogrammiert.

Die Schauspieler: Locker, fröhlich, differenzierter spielen die «Neuen» – das heisst die älteren Semester – mit Gisela Schneeberger (Anne), Heiner Lauterbach (Eddi) und Michael Wittenborn (Johannes). Gelungen ist auch die Besetzung der «Jungen» mit Claudia Eisinger (Katharina), Karoline Schuch (Barbara) und Patrick Güldenberg (Thorsten), die die Unbeholfenheit ihrer Figuren bestens wiedergeben.

Der Regisseur: Ralf Westhoff («Shoppen») hat für seinen neuen Film das Drehbuch geschrieben, Regie geführt und den Film auch noch selber produziert. Der Satz Anne: «Wieso hört man im Alter mit allem auf, was Spass macht?»

Die Szene: Anne, Eddi und Johannes kehren von einem Discobesuch leicht angetrunken zurück und veranstalten einen Höllenlärm, um die jungen WG-Bewohner zu ärgern.

Das Fazit: Leichtfüssige Komödie mit ernstem Unterton. Zum Schmunzeln. 

Bewertung ***
Länge 92 Min.
Regie Ralf Westhoff.
Kinostart 17. 7.

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