Kinofilm: «X + Y» (GB) Zahlengewirr und Frühlingsgefühle

Hugo Cabret

Schlauer Kopf. Menschen und Gefühle sind kompliziert - dagegen ist Mathematik für den autistisch veranlagten Nathan ein Kinderspiel.

 

 

Die Geschichte Ein hochkomplexes mathematisches Problem meistert Nathan mit links, ganz im Gegensatz zu Begegnungen mit Menschen. Sein fehlendes Verständnis für Zuneigung und Liebe kompensiert er mit seiner Leidenschaft für Zahlen und Formeln. Unterstützt von seinem unkonventionellen Lehrer und Mentor, Mr. Humphreys, gelingt es dem autistisch veranlagten Jungen, sich einen Platz im britischen Nationalteam zu sichern und so an der Internationalen Mathematik-Olympiade in Camebridge teilzunehmen. Sein grösster Traum wird wahr. Doch die Konkurrenz ist gross, und dann ist da noch das Mädchen Zang Mei, das im chinesischen Team dabei ist. Nathan entdeckt neben seiner Leidenschaft für Zahlen die zarten Gefühle der ersten Liebe.

Die Schauspieler Der 17-jährige Asa Butterfield («Hugo Cabret», 2011) verkörpert den verschlossenen Nathan mit eindrücklicher Intensität. Sally Hawkings («Happy-Go-Lucky», 2008) als alleinerziehende Mutter mit grossem Herz ist ideal besetzt.

Die Hammerszene Als Nathan aus Heimweh seinen Mentor anruft, tröstet ihn dieser, indem er Primzahlen und komplizierte Formeln abfragt.

Der Lacher Mathe-Cracks beschimpfen sich untereinander so: «Du bist ein stinknormales Viereck!»

Das Fazit Ein grossartiges Drama mit gut gezeichneten Charakteren, packend gespielt und hochemotional, ohne dabei seicht zu werden. Nicht verpassen! 

Bewertung *****
Länge 111 Min
Regie Morgan Matthews.
Kinostart 9. 4.

Auch interessant