«Fading Gigolo» (USA) Sanftmütiger Florist wird Gigolo

Fading Gigolo
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Der umtriebige Murray (r.) vermittelt die Damen und verwaltet das Geld. Fioravante muss aufpassen, dass er sich nicht in Avigal verliebt (u. r.).

Die Story: Aus finanziellen Gründen muss der 77-jährige Murray seinen Buchladen schliessen. Geldsorgen plagen auch seinen Freund, den Floristen Fioravante. Als Murrays attraktive Hautärztin erwähnt, dass sie einen Mann für eine Ménage à trois sucht, denkt er sofort an Fioravante. Nach kurzem Zögern ist dieser einverstanden. Das Geschäft blüht, doch Murray vermittelt ihm eines Tages Avigal, die strenggläubige Witwe eines chassidischen Rabbis. Die beiden finden Gefallen aneinander – und Murray droht der Unmut der ganzen orthodoxen jüdischen Gemeinde.

Die Schauspieler: Das ganze Ensemble ist hochkarätig, angefangen bei Woody Allen (Murray) und Liev Schreiber (Dovi) bis hin zu Sharon Stone (Dr. Parker) und Vanessa Paradis (Avigal) sowie Regisseur und Schauspieler John Turturro (Fioravante).

Der Regisseur: John Turturro ist Schauspieler, Regisseur und Drehbuchautor. Er hat in über 60 Filmen mitgespielt, für die Hauptrolle in «Barton Fink» (1991) wurde er in Cannes als bester Hauptdarsteller ausgezeichnet.

Die Aussage: Woody Allen (zu bescheiden): «Wenn John mir ein Drehbuch gegeben hätte, in dem ich einen Polizisten oder so etwas spielen sollte, hätte ich es nicht machen können, weil ich nicht wirklich Schauspieler bin.»

Das Fazit: «Fading Gigolo» ist eine absurde, an den Haaren herbeigezogene Komödie mit einem Woody Allen in Höchstform. Bei den Kritikern scheiden sich die Geister: Die einen sind hochbegeistert, den anderen gefällt der Film überhaupt nicht.

Bewertung ***
Länge 90 Min.
Regie John Turturro.
Kinostart 7. 8.

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