«Sitting Next to Zoe» (CH) Freundinnen im Chaos der Gefühle

Sitting Next to Zoe
© HO

Asal (l.) hat sich in den Schweden Kai verliebt. Doch auch Zoe hat so ihre Gefühle für den smarten Jungen.

Die Story Zoe und Asal sind Schulfreundinnen und könnten unterschiedlicher nicht sein. Zoe hat nur Make-up und Mode im Kopf und muss während der Sommerferien im Supermarkt aushelfen, wo auch ihre Mutter (Bettina Stucky) arbeitet. Asal, die aus einer türkischen Familie stammt, ist angepasst und wünscht sich nichts sehnlicher als einen Freund. Als der 18-jährige Schwede Kai auftaucht, weiss Asal, was sie zu tun hat. Zu dritt unternehmen sie einen Ausflug, der die Freundschaft der beiden jungen Frauen arg auf die Probe stellt.

Die Regisseurin Ivana Lalovic, 32, Doppelbürgerin Schweiz und Bosnien-Herzegowina, hat an der ZHdK (Zürcher Hochschule der Künste) Film und Video studiert und 2010 mit dem Master abgeschlossen. «Sitting Next to Zoe» ist ihr erster Langspielfilm.

Die Schauspieler Ein Hammer ist die Deutsche Runa Greiner als Zoe. Die etwas pummelige Schauspielerin mit der hellen, samtenen Haut verkörpert den 15-jährigen, aufmüpfigen, sich nicht unterkriegen lassenden Teenager mit Verve und Humor. Lea Bloch, Schülerin am Literaturgymnasium Rämibühl in Zürich, meistert die Rolle der schüchternen Asal mit Bravour. Ein durchaus gelungenes Filmdebüt.

Der Satz Asal zu Zoe: «Du bist nur ein fetter, bunter Papagei.»

Das Fazit Ein Coming-of-Age-Film, witzig und einfühlsam erzählt. Passt zum (verregneten und hoffentlich bald sonnigeren) Sommer.

Bewertung ***
Länge 88 Min.
Regie Ivana Lalovic.
Kinostart 21. 8.

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