«Il comandante e la cicogna» (CH/I) Garibaldi und der Storch

Schauplatz des Films ist Turin.
Zahmer. Storch in Turin Teenager Leo zieht heimlich einen Storch auf. Der urbane Einsiedler Amanzio ist beeindruckt.
© Paul Seewer, HO Zahmer. Storch in Turin Teenager Leo zieht heimlich einen Storch auf. Der urbane Einsiedler Amanzio ist beeindruckt.

Vor den Augen einer Büste von Giuseppe Garibaldi, dem italienischen Guerillakämpfer und populärsten Protagonisten der italienischen Einigungsbewegung zwischen 1820 und 1870, lässt Regisseur Silvio Soldini verschiedene Geschichten zusammenlaufen: Ein Teenager (Luca Dirodi) zieht heimlich einen Storch auf, erotische Aufnahmen von seiner Schwester (Serena Pinto) kursieren im Internet, Vater Leo (Valerio Mastandrea), Besitzer eines kleinen Sanitärgeschäfts, ist masslos überfordert, die verträumte Künstlerin Diana (Alba Rohrwacher) will endlich von einem zwielichtigen Anwalt ihr Honorar, ein urbaner Einsiedler (Giuseppe Battiston) entpuppt sich als Menschenfreund.

Die Schauspieler Silvio Soldini arbeitet gern mit Schauspielern aus früheren Produktionen. Alba Rohrwacher und Giuseppe Battiston gehören dazu. Valerio Mastandrea spielt den Handwerker Leo sehr überzeugend.

Der Regisseur Silvio Soldini, 54, ist italienischschweizerischer Doppelbürger. Mit «Pane e Tulipani» landete er 2000 einen internationalen Erfolg.

Die Nomination «Il Comandante e la Cicogna» ist nominiert für den Schweizer Filmpreis 2013, der nächste Woche vergeben wird.

Das Fazit Mit einer feinen Prise Humor kritisiert Silvio Soldini die politischen Verhältnisse im heutigen Italien und erzählt von den Träumen eines Jugendlichen und dem zaghaften Aufblühen einer Liebe.

 

Bewertung: ***
Länge: 108 Min.
Regie: Silvio Soldini
Kinostart: im Kino

Auch interessant