«You sister's sister» (USA) Gefühlschaos der Geschwister

Darum gehts: Ein Mann, zwei Frauen. So weit, so bekannt. Und doch ist hier alles etwas anders. Jack hat vor einem Jahr seinen Bruder verloren und kommt nicht darüber hinweg.
Turbulenzen statt Erholung: Jack und die Schwestern Iris und Hannah treffen im elterlichen Ferienhaus aufeinander.
Turbulenzen statt Erholung: Jack und die Schwestern Iris und Hannah treffen im elterlichen Ferienhaus aufeinander.

Seine beste Freundin Iris schickt ihn zur Erholung in ihr Ferienhaus. Als Jack dort ankommt, trifft er auf Hannah, die lesbische Schwester von Iris, die sich ihrerseits in der Abgeschiedenheit von einem Trennungsschmerz erholen will. Nach einem feuchtfröhlichen Abend landen die beiden überraschend im Bett. Dass Iris am nächsten Morgen unverhofft auftaucht, macht die Sache nicht einfacher. Nach und nach wird klar, dass alle etwas voreinander verheimlichen. Das geht nicht lange gut.

Die Schauspieler: Golden-Globe-Gewinnerin Emily Blunt und Rosemarie De Witt überzeugen in der differenzierten Darstellung einer liebevollen, aber komplizierten Schwesternbeziehung. Der Mann im Bunde: Mark Duplass.

Das Besondere: Der Film wirkt, als ob man den Nachbarn durchs Fenster dabei zusieht, wie sie ihre Probleme zu lösen versuchen.

Die Regiesseurin: Nach ihrem preisgekrönten Film «Humpday» (2010) überzeugt Lynn Shelton mit «Your Sister’s Sister» erneut.

Das Fazit: Gutes Independent-Kino: spontane Dialoge, einfacher Set. Ein feines kleines Kammerspiel voller Menschlichkeit und Überraschungen.

 

Bewertung: * * *
Länge: 90 Min.
Regie: Lynn Shelton
Im Kino

 

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