«Ginger & Rosa» (CDN, DK, GB) Gingers Liebe auf hartem Prüfstein

London, Anfang der 60er-Jahre. Ginger und Rosa sind unzertrennlich.
Auf der Such nach dem Sinn des Lebens. Ginger (l.) und Rosa demonstrieren gegen die Atombombe. U. r.: Ginger mit Roland und Mutter Natalie (Christina Hendricks).
Auf der Such nach dem Sinn des Lebens. Ginger (l.) und Rosa demonstrieren gegen die Atombombe. U. r.: Ginger mit Roland und Mutter Natalie (Christina Hendricks).

Die beiden 17-Jährigen tragen die gleichen Klamotten, hören die gleiche Musik und lesen die gleichen Hefte. Rosa (Alice Englert) bringt Ginger (Elle Fanning) das Rauchen, Küssen und Schminken bei. Sie reden über alles und träumen von einer Zukunft voller Abenteuer. Was sie nicht wollen: im selben Mief wie ihre Mütter enden. Ginger hat Angst vor der Zukunft (Atomkrieg, Kuba-Krise) und interessiert sich immer mehr für Politik, Rosa hingegen für Gingers gut aussehenden und interessanten Vater Roland (Alessandro Nivola).

Die Schauspieler Bemerkenswert: die Leistung der beiden jungen Schauspielerinnen Elle Fanning («Super 8») und Alice Englert («Beautiful Creatures»). Elle stand schon im zarten Alter von zwei Jahren vor der Kamera, Alice wuchs mit einer berühmten Mutter auf, der Filmemacherin Jane Campion («Das Piano»). Gute Wahl auch die des Amerikaners Alessandro Nivola («Coco Chanel»).

Die Regisseurin «Ginger & Rosa» ist der siebte Langspielfilm der Engländerin Sally Potter. Letztes Jahr erhielt sie von der Queen den Orden Officer of the British Empire.

Das Fazit «Ginger & Rosa» ist ein Coming-of-Age-Drama, gespielt von zwei wunderbaren Schauspielerinnen der neuen Generation. Das Aufbäumen gegen die Eltern, die Angst vor der Zukunft, Freundschaft, Liebe und Verrat – alles wird im Film thematisiert. Und zwar einfühlsam und poetisch.

 

Bewertung ***
Länge 90 Min.
Regie Sally Potter.
Kinostart 11. 4.

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