«Gloria» (Chile) Gloria lässt sich nicht unterkriegen

Gloria - Kinofilm

Starke Frauen Gloria (Paulina Garcia), Endfünfzigerin und Single, will trotz Liebesenttäuschung nicht aufs pralle Leben verzichten. 

Die Story: Gloria ist eine chilenische Endfünfzigerin. Sie hat einen Job, zwei erwachsene Kinder und lebt getrennt von ihrem Mann. Ihre Nächte verbringt sie gerne an Single-Partys, wo sie tüchtig flirtet. Dann lernt sie den etwas älteren Rodolfo kennen. Für Gloria beginnt eine Achterbahn der Gefühle, aus der sie gestärkt hervorgeht.

Die Schauspielerin: Die Chilenin Paulina García spielt Gloria, besser gesagt, sie ist Gloria. Für ihre fabelhafte Interpretation der lebenshungrigen Endfünfzigerin wurde sie an der Berlinale 2013 als beste Darstellerin mit dem Silbernen Bären ausgezeichnet.

Der Regisseur: Sebastián Lelio («La sagrada familia», 2005) meint zum Film: «Meine Wunschvorstellung war es nämlich, dass ‹Gloria› etwas von der Aura eines Bossa nova ausstrahlen sollte, also etwas von jener Poesie des Alltags, in der sich Charme und Anmut, Leichtigkeit und Melancholie, eine Prise Humor und ein wenig Herzschmerz, vor allem aber Gefühl und Menschlichkeit miteinander verbinden.»

Der Höhepunkt: Die letzte Szene, in der Gloria zu tanzen anfängt – zuerst zaghaft, dann immer selbstbewusster –, ist der eigentliche Schlüssel zum Film.

Das Fazit: «Gloria» macht klar, dass Lieben und Begehren nicht vor dem Alter halt machen und dass das innere Feuer bisweilen bis ans Lebensende lodert. Ein berührender und Mut machender Film, mit einem wunderbaren Soundtrack aus Discohits, Boleros und Salsas.

Bewertung: * * * *
Länge: 110 Min.

Regie: Sebastián Lelio.
Kinostart: 12.9.

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