«St. Vincent» (USA) Jader hat das Zeug zum Heiligen

Ein seltsamer Heiliger
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Rentner Vincent ist ein Eigenbrötler, ziemlich verwahrlost und mürrisch. Doch dank dem kleinen Oliver bekommt sein «Panzer» Risse.

 

 

Die Story Vincent (Bill Murray) ist ein griesgrämiger Vietnamveteran, der trinkt, spielt und schlechte Witze erzählt. Als Maggie (Melissa McCarthy) und ihr zwölfjähriger Sohn Oliver (Jaeden Lieberher) im Nachbarhaus einziehen, wird er um seine Ruhe gebracht. Maggie, alleinerziehend und überfordert, engagiert ihn als «Babysitter». Vincent lehrt den schmächtigen Jungen, sich zu verteidigen, und Oliver verhilft dem eingefleischten Spieler zu schönen Gewinnen bei Pferderennen. Als eines Tages in Olivers katholischer Schule die Aufgabe gestellt wird, «den Heiligen zu finden, der einen inspiriert, und die Person im eigenen Umfeld, die diesem Heiligen gleicht», ist für den Jungen alles klar.

Die Schauspieler Es würde nicht überraschen, wenn Bill Murray als mürrischer Misanthrop Vincent eine Oscar-Nomination bekäme. Und alle Achtung: Jaeden Lieberher spielt seine Rolle als zwölfjähriger Oliver einfach fabelhaft.

Der Regisseur Der Amerikaner Theodore Melfi inszenierte «St. Vincent» nach seinem eigenen Skript. Dieses stand 2011 auf der sogenannten schwarzen Liste der besten bis dahin unveröffentlichten Drehbücher. Gut Ding will eben Weile haben.

Der Satz Vincent in Erinnerung an seine Frau: «Ich habe dich geliebt bis zum Mond.»

Das Fazit Der Film ist herzerwärmend, frech und witzig. Und besitzt trotzdem Tiefgang. Ein Vergnügen für die ganze Familie.

Bewertung ****
Länge 103 Min.
Regie Theodore Melfi 
Kinostart 15. 1.

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