«Transcendence» (USA) Wie viel Macht verträgt das Gute?

Johnny Depp als Will Caster im Film Trascendence
© Paul Seewer

Der Wissenschaftler Will Caster (Johnny Depp) erforscht künstliche intelligenz. Das wird nicht nur ihm zum Verhängnis. 

Die Geschichte
Was wäre, wenn wir die Welt besser machen könnten? Keine Krankheiten mehr, keine Armut, kein Hunger, kein Krieg? Dieser Wunsch treibt die ehrgeizige Forscherin Evelyn Caster um. Zusammen mit ihrem Mann Will und einem unabhängigen Team tüftelt sie an einem Supercomputer mit künstlicher Intelligenz, der sowohl zu Emotionen wie auch Reflexion fähig ist. Kurz vor Fertigstellung wird Will von Forschungsgegnern mit einer verstrahlten Kugel niedergeschossen. Sein Körper stirbt langsam – doch was ist mit seinem überragenden Gehirn? Evelyn ist fest entschlossen, den Verstand ihres Mannes nicht sterben zu lassen, und schliesst ihn an den Computer an. Der menschliche Geist verschmilzt mit der Maschine – ob das wohl gutgeht?

Die Crew
In seinem letzten Film («Lone Ranger», 2013) hatte Johnny Depp Kriegsbemalung im Gesicht. Hier zeigt er, wie schmal der Grad zwischen gutherzig und abgründig sein kann. Mit dabei: Rebecca Hall, Paul Bettany und Oscarpreisträger Morgan Freeman.

Der Regisseur
Der preisgekrönte amerikanische Kameramann Wally Pfister, 52 (Oscar für «Inception»), gibt mit «Transcendence» sein gelungenes Regiedebüt.

Die bleibende Szene
Fünf Jahre nach Wills Verschmelzung mit dem Computer dient ein Laptop nur noch als Türstopper.

Das Fazit
Ein optisch schöner, packender Zukunftsthriller, der auf hohem Niveau unterhält. Und interessante Fragen über Körper, Seele und Geist aufwirft. 

Bewertung ****
Länge 120 Min.
Regie Wally Pfister 
Im Kino

Auch interessant