«Fliegende Fische» (CH) Keine Männer mehr für Mama

Die Story In einem kleinen Schweizer Dorf an der Grenze zu Deutschland wohnt die 38-jährige Roberta. Die alleinerziehende Mutter von drei Kindern – alle von verschiedenen Vätern – schlägt sich mehr schlecht als recht durchs Leben.
Überdreht: Roberta (Meret Becker) mit Tochter Nana (Elisa Schlott). Hat ein Auge auf Roberta: Hanspeter Müller-Drossaart.
© Vega Fiolm Überdreht: Roberta (Meret Becker) mit Tochter Nana (Elisa Schlott). Hat ein Auge auf Roberta: Hanspeter Müller-Drossaart.

Roberta jobbt als Reiseleiterin, hat unzählige Affären, stets mit den falschen Männern, und trinkt. Kein Wunder, dass das Jugendamt sie schon länger im Visier hat. Die erst 15 Jahre alte Nana, die ja nicht wie ihre Mutter werden möchte, übernimmt kurzerhand die Verantwortung für die beiden jüngeren Geschwister. Sie beschliessen: keine Männer mehr für die Mama.

Die Stars: Die 17-jährige Deutsche Elisa Schlott (Nana) wirkt in der Rolle der pflichtbewussten grossen Schwester sehr überzeugend. Verblüffend ihre Ähnlichkeit mit Scarlett Johansson. Roberta, gespielt von der Deutschen Meret Becker, ist mal tief betrübt, dann himmelhoch jauchzend. Ihr pubertäres Verhalten und die daraus resultierende Flucht in den Alkohol nimmt man ihr ab.

Die Regie: Güzin Kar, Schweizer Regisseurin mit türkischen Wurzeln, legt eine Komödie mit Tiefgang hin. Die Dialoge zwischen Mutter und Tochter sind spritzig und witzig. Auch jene von Roberta mit der Mutter Gottes: «Ich machs wie du, Kinder ja, Männer nein.»

Das Fazit: Der Film dürfte auch unter Jugendlichen seine Fans finden.


Bewertung
* * * *
Länge: 86 Min.
Regie: Güzin Kar
Kinostart: 19. 5.

 

 

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