«Der Goalie bin ig» (CH) Von wegen Land-Idylle!

Goalie (Marcus Signer) und die Kellnerin Regula (Sonja Riesen)
© HO

Es könnte so schön sein. Aus dem Knast zurück, will Goalie (Marcus Signer) neu beginnen. Als erstes verliebt er sich in Regula (Sonja Riesen)

Die Geschichte
Der Held? Goalie, ein sympathischer «Drögeler», der sein Dasein irgendwo in der Trostlosigkeit des Mittellandes fristet. Als ihn sein bester Freund bittet, eine heikle Lieferung in Frankreich abzuholen, willigt er ein – schliesslich winkt eine satte Belohnung. Doch statt zu kassieren, wird Goalie geschnappt und landet für ein Jahr in der Kiste. Ohne seinen Freund zu verraten, sitzt er seine Strafe ab und kehrt clean und voller guter Vorsätze in sein Dorf zurück. Erst scheint alles gut zu gehen. Er findet einen Job und verliebt sich in Regula, die in seiner Stammbeiz Gäste bedient. Als sie eines Abends vor seiner Tür steht, packt er die Chance und fährt mit ihr nach Spanien. Doch statt des erhofften Glücks findet Goalie heraus, dass ihn sein bester Freund hintergangen hat.

Die Schauspieler
Ein besserer Goalie als der von Marcus Signer ist schwer vorstellbar. Auch gelungen: Sonja Riesen als Regula, Pascal Ulli als Ueli. Autor Pedro Lenz hat einen Kurzauftritt als französischer Drogendealer.

Die Regie
Nach «Ernstfall in Havanna» 2002 und «Das Geheimnis von Murk» 2008 legt Sabine Boss, 47, erneut einen Film vor, der zum Publikumsliebling werden könnte.

Der Hammersatz
«Nimm afe e Schlugg, de bravets», sagt Goalie sanft zu Regula, die eben von ihrem Freund verprügelt wurde. Da wird einem warm ums Herz.

Das Fazit
Gelungene Verfilmung des gleichnamigen Bestsellers von Pedro Lenz. Und mal wieder ein Beweis dafür: Es gibt sie doch, die richtig guten Schweizer Filme.

Bewertung:
****
Länge 88 Min.
Regie Sabine Boss
Kinostart 6.2.

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