«Birdman» (CA/USA) Vom Sinn und Unsinn des Lebens

Film Kino Birdman
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Wer gewinnt? Hinter den Kulissen des Broadways gehts hoch her. Riggan (Michael Keaton) und sein Hauptdarsteller (Edward Norton) liegen sich in den Haaren.

Die Story Riggan Thomson war einst ein gefeierter Hollywood-Star, der als Superheld Birdman die Welt rettete. Doch das ist lange her. Auf der Suche nach neuer Bewunderung inszeniert er am Broadway ein Theaterstück, und es gelingt ihm sogar, einen berühmten Schauspieler als Hauptdarsteller zu gewinnen. Doch dieser stellt nicht nur Riggans Tochter nach, die mit ihrer Drogensucht kämpft. Sein aufgeblasenes Ego ruiniert beinahe die Premiere. Ach ja, da wäre noch das Problem mit der Finanzierung und – noch schlimmer – eine bösartige Kritikerin, die schon vor der Premiere ankündigt, ihn und sein Stück in der Luft zu zerreissen. Dass Riggan sein Alter Ego in Gestalt des Birdman im Nacken sitzt und ihn zu radikalen Massnahmen auffordert, hilft auch nicht gerade.

Die Schauspieler Michael Keaton (Batman sic!) ist schlicht grossartig. Edward Norton als dessen Kontrahent nicht minder. Das Vergnügen, bei dieser «Milieustudie» mitzuwirken, ist ihnen förmlich anzusehen.

Der Hammersatz «Wieso habe ich keinen Selbstrespekt?» – «Du bist Schauspielerin!»

Der Regisseur Der Mexikaner Alejandro González Iñárritu, 51, steht für gehaltvolles Kino («Amores Perros», «Babel», «Biutiful»). «Birdman» ist seine erste Komödie.

Das Fazit Bissige Satire auf Hollywood und seine Stars. Intelligente Dialoge, aberwitzige Charaktere, herausragende Akteure. «Birdman» hat das Zeug zum Kultfilm und räumt bei den Oscars garantiert ab! 

Bewertung *****
Länge 119 Min.
Regie Alejandro González
Im Kino

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