«Still Alice» (USA) Kampf gegen das Vergessen

Juliane Moore and Kristen Stewart

Kampf gegen Verzweiflung – und um Würde Alice muss sich mit der neuen Situation zurechtfinden. Vor allem am Anfang helfen viele Strategien.

 

 

Die Story Die 50-jährige Alice ist eine erfolgreiche Linguistik-Professorin mit Mann (Alec Baldwin) und drei erwachsenen Kindern. Bei einem Vortrag fehlt ihr plötzlich ein Wort, beim Joggen verliert sie die Orientierung. Diagnose: eine genbedingte Form von Frühalzheimer. Pragmatisch beginnt Alice ihr «Leben ohne Gestern» zu organisieren.

Die Schauspieler Julianne Moore, 54, ist soeben für ihre Rolle als Alice mit dem Oscar ausgezeichnet worden. Und dies zu Recht! Es ist der erste Goldjunge, den die US-amerikanisch- britische Schauspielerin («Maps to the Stars») gewinnt. Bemerkenswert auch die Leistung von Kristen Stewart («Twilight-Saga», «Sils Maria») als Lydia.

Die Regisseure Wash Westmoreland und Richard Glatzer («Quinceañera», 2006) drehten den Film zusammen trotz Glatzers schwerer Nervenerkrankung. Als Vorlage diente der Weltbestseller von Lisa Genova.

Eine berührende Szene Alice trommelt ihre drei Kinder zusammen und spricht über ihre Krankheit. Und auch darüber, dass diese Art von Alzheimer genbedingt ist und dass sie möglicherweise auch betroffen sind.

Ein Satz Alice: «Ich definiere mich über den Intellekt.»

Das Fazit Ein unaufgeregter, berührender Film über eine Krankheit, die uns allen Angst macht. Und es geht auch um Würde, um das Ringen mit sich selbst und den Rückhalt in der Familie. Bewegend und voller Hoffnung. 

Bewertung ****
Länge 99 Min.
Regie Regie Richard Glatzer und Wash Westmoreland
Kinostart 5. 3.

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