Kinofilm: «Woman in Gold» (GB/USA) Maria gegen den Staat Österreich

Woman in Gold

Ikone der Wiener Secession Klimt porträtiert Adele Bloch-Bauer. Kurz darauf wird das Gemälde von den Nazis geraubt. Die rechtmässige Besitzerin kämpft um die Rückgabe.

Die Geschichte
Maria Altmann entdeckt zufällig eine Postkarte von Gustav Klimts «Die Goldene Adele». Es zeigt das Porträt der verehrten Tante Adele Bloch-Bauer und hing einst im Wohnzimmer ihrer Familie in Wien. Die alte Dame beschliesst, das Gemälde, das die Nazis ihrer jüdischen Familie raubten, zurückzugewinnen. Doch das erweist sich als äusserst heikel. Nicht nur ist es eines der teuersten Kunstwerke, es ist auch längst das Herzstück des Museums Belvedere und so etwas wie die «Mona Lisa Österreichs». Zusammen mit dem Anwalt Eric begibt sie sich auf Spurensuche nach Wien und prozessiert gegen den Staat Österreich um die Rückgabe des Familienbesitzes.

Die Crew
Helen Mirren verleiht der spröden, aber humorvollen Maria Altmann die nötige Ernsthaftigkeit. Mit dabei auch Ryan Reynolds als ihr Anwalt und Daniel Brühl als investigativer Journalist, der entscheidend zum Gelingen des Vorhabens beiträgt.

Der Hintergrund
Der Film basiert auf historischen Tatsachen. Heute hängt das Gemälde in der Neuen Galerie in New York.

Regie
Der Brite Simon Curtis ist bekannt für seinen letzten Film «My Week with Marilyn» von 2011.

Das Fazit
Das Duo Mirren/Reynolds harmoniert, und auch wenn man den Ausgang der Geschichte kennt, ist der Film dennoch spannend. Im Abspann wird erwähnt, dass immer noch rund 100 000 Gemälde darauf warten, ihren rechtmässigen Besitzern zurückgegeben zu werden!

Bewertung ***
Länge 109 Min
Regie Simon Curtis
Kinostart 28. 5

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