M.S. Bastian & Isbabelle L. Stellen in Biel aus Kunst im Wunderland

«Paradis Mystérieux» ist eines von vier Gemälden, die M. S. Bastian & Isabelle L. für das NMB Neue Museum Biel gemalt haben.
M.S. Bastian & Isabelle L.
© Willy Spiller

M.S. Bastian & Isabelle L., dahinter «Herbst» (Ausschnitt).

Der neueste Coup des Bieler Künstlerpaares M. S. Bastian & Isabelle L. ist ein vierteiliger Zyklus, der den Jahreszeiten gewidmet ist und den verheissungsvollen Namen «Paradis mystérieux» trägt. Die Bilder werden dem Publikum einzeln vorgestellt, der jeweiligen Saison entsprechend. Gleich mit einer Farbexplosion eröffnet der «Herbst» den Reigen: Vor einem orangegelben Himmel tänzeln Riesenpilze, flattern seltsame Vögel und Insekten, in den Baumkronen und auf dem Waldboden hausen kurlige Figuren. Die Vegetation ist üppig und fantasievoll. Versteckt im Riesengemälde (190 × 440 cm) sieben Pulps, jene ureigene archaische Grundfigur, die seit Jahren immer wieder in den Bildern des Künstlerduos auftaucht.

M. S. Bastian, 51, & Isabelle L., 47, arbeiten nicht nur seit elf Jahren zusammen (Grossprojekt «Bastokalypse», 2010), sie sind auch ein Liebespaar. «Wir sind jetzt ein perfekt eingespieltes Team», sagt M. S. Bastian, «die Zusammenarbeit ist für uns beide nur positiv.» Dem stimmt Isabelle L. zu und fügt noch an: «Jeder hat seine Eigenarten. Meine Farben sind anders, und ich arbeite langsamer.» Beide Künstler sind gleichberechtigt, beide legen Hand am Bild an, bessern aus, fügen hinzu. Wer was gemalt hat, lässt sich am Schluss nicht auseinanderdividieren. Einzigartig!«Paradis mystérieux» ist auf Anfrage von Pietro Scandola, dem Direktor des Neuen Museums Biel, entstanden, das eine grosse Sammlung der naturkundlichen Werke der Bieler Künstler-Dynastie Robert besitzt. Eine wichtige Inspiration waren auch die Wandbilder von Philippe Robert im Wartesaal des Bieler Bahnhofs. Weitere Referenzen sind in den OEuvres von Henri Rousseau, Picasso oder Ernst Kreidolf auszumachen.

Untätig bleibt das Paar, das gerade in der Wüste des amerikanischen Death Valley wandert, nicht: Geplant ist eine umfangreiche Werkübersicht sowie erneut ein grossformatiges Projekt. Die Idee ist schon da, doch sie ist noch nicht ganz spruchreif. 

NMB Neues Museum Biel BE
Bis 23. 11. Di–So 11–17 Uhr
Tel. 032 328 70 30, www.nmbiel.ch

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